Thomas Schmidt/asl

Einige sollen weg! Wollen andere weg?

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

Jetzt, nachdem sich Ingolstadt gegen Osnabrück in der kleinen Relegation durchgesetzt hat, steht sie also fest, die Besetzung der neuen 2. Bundesliga. Und auch wenn der 1. FC Köln im Fußball-Oberhaus bleibt, weil er sich in der großen Relegation gegen Kiel behauptet hat – so namhaft war sie noch nie. Schalke, HSV, Bremen sind Bundesliga-Urgesteine. Rostock, Aue, Dresden sorgen für ein dreifaches Ost-Flair mit Vorfreude auf die Derbys.

Doch große Namen stehen auch für hohe Ansprüche. Vor allem die drei Erstgenannten werden viel Geld in neue Spieler investieren. Doch auch Düsseldorf, Hannover und Nürnberg haben die Rückkehr eine Etage höher im Visier und werden ordentlich Kohle in den Kader stecken. Deshalb kann es für die Schwarz-Gelben zunächst nur heißen: Drinbleiben!

Mit dem derzeitigen Kader wird das nicht funktionieren, das weiß auch Sportdirektor Ralf Becker. Er gab vor Jahresfrist seinen Neuzugängen Verträge für die 3. und 2. Liga – quasi als Motivation, von Beginn an den Aufstieg im Blick zu haben. In den 38 Partien hat Becker natürlich registriert: Verträge hin oder her, für die 2. Liga reicht das Potenzial bei einigen Profis nicht. Denen muss er nahe legen, sich nach einem neuen Arbeitgeber umzuschauen, bei dem sie spielen und nicht wie in Dresden auf Bank oder Tribüne sitzen und Plätze für andere Kicker blockieren. Einige sollen also weg. Und wollen andere weg? Die Leistungen von Youngstern wie Kevin Ehlers und Ransford Yeboah Königsdörffer haben die (finanzkräftigere) Konkurrenz auf den Plan gerufen. Dynamos Nachwuchs-Koordinator Hansi Kreische weiß, was für seine Schützlinge richtig ist: Lieber in Dresden weiter reifen als anderswo unreif  verbittern.

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