Thomas Schmidt/asl

DSC-Waibl und Dynamo-Kauczynski

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

Seit elf Jahren ist Alexander Waibl Trainer der Bundesliga-Volleyballerinnen des Dresdner SC. Eine lange Zeit – und in der heute so schnelllebigen im Fußball fast undenkbar. In diesen elf Jahren beispielsweise saßen elf Trainer auf der Dynamo-Bank. Waibl sprach direkt nach dem vierten DSC-Titel unter seiner Regie dieses Problem an und solidarisierte sich mit seinen Kollegen der Kickerzunft. Kontinuität solle schwerer wiegen als eine kurze Phase des Misserfolges.

Zeitgleich zum 3:0-Spektakel der Schmetterlinge gegen Stuttgart gab es das 0:3-Debakel der Schwarz-Gelben gegen Halle. Waibls Appell blieb ungehört: Trainer Markus Kauczynski wurde am Tag danach beurlaubt. Weil die Phase des  Misserfolges zwar kurz, aber eben doch zu lang für das Unternehmen Wiederaufstieg schien. Die Erfolgs-Chance nach einem Wechsel steht laut Waibl bei 50:50: Entweder gibt es eine kurzfristige Besserung oder es wird noch schlimmer.

Kurzfristig würde mit dem zwölften Dynamo-Trainer in Waibls Dresdner Zeit schon reichen, denn nach sechs Partien ist die Saison ohnehin beendet. Im Sommer gibt‘s einen Neuanfang vielleicht mit der Nummer 13 – in welcher Liga auch immer. Für Waibl beginnt  dann das Projekt Titelverteidigung. Vorher müssen möglichst viele Meister-Mädels gehalten oder gleichwertig ersetzt werden. Mit dieser jungen Mannschaft ist dann in den nächsten Jahren noch viel drin – und bestimmt noch lange mit Waibl an der Seitenlinie.

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