Regine Eberlein

Der kleine Ben spielt bei HOPE-Gala 2014

Wenn sich am 25. Oktober der Vorhang des Dresdner Schauspielhauses zur 9. HOPE-Gala hebt, steht auch ein kleiner Chemnitzer auf der Bühne. Der achtjährige Ben Lepetit ist der jüngste Künstler im Programm und wird das Publikum mit seinem beeindruckenden Klavierspiel erfreuen, für das man ihn in seiner Heimatstadt 2013 als "Chemnitzer des Jahres" gewählt hat.

Dabei ist er nicht der einzige Künstler im Programm, der den Vornamen Ben trägt. Ben Becker hat zugesagt, sich in der Benefizgala für das HIV- und AIDS-Projekt HOPE Cape Town in Südafrika zu engagieren. In diesem Projekt kümmern sich Ärzte und Gesundheitsarbeiter vor allem um betroffene Kinder und Mütter in den Townships. 

Ben Lepetit wird als Nachwuchskünstler der 9. HOPE-Gala von der Schneider + Partner GmbH präsentiert. "Ohne solche Partner könnte die Gala nicht stattfinden", ist die Initiatorin der HOPE-Gala Viola Klein, Dresdner Unternehmerin und Mitglied im Kuratorium der Deutschen AIDS Stiftung, sehr dankbar.

 

"Dank ihnen sind Ton, Licht, Reisekosten und vieles andere bezahlt, bevor die erste Note gespielt wird, Denn jeder Cent aus dem Verkauf der Eintrittskarten, der Tombolalose und jede Spende geht ohne Abzug nach Südafrika."

Die "Schneider + Partner GmbH" ist seit vergangenem Jahr Partner der HOPE-Gala und engagiert sich darüber hinaus auch in anderen Projekten für Kinder und die Förderung von Nachwuchstalenten. "Der Grundstein für die persönliche Weiterentwicklung in allen Lebensbereichen wird bereits im Kindesalter gelegt", ist der Chemnitzer Geschäftsführer von Schneider + Partner, Stefan Kurth überzeugt. "Dafür ist Ben ein fantastisches Beispiel. Und die Talente von Kindern zu fördern, ist nicht nur die Aufgabe von Eltern oder den Schulen, da haben auch wir als Unternehmen eine Verantwortung."

Stefan Kurth und Ben Lepetit - Foto: PR

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Pulver der Königin – einst gepriesen, heute verpönt

Doberlug-Kirchhain. Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen und Vergehen des Tabakrauchs« ein sozialgeschichtliches Phänomen der Menschheit in die Museumsräume gebracht. Natürlich musste die Ausstellung wegen der Corona-Auflagen ohne offizielle Eröffnung vor einigen Wochen starten. Bis zum Ausstellungsschluss erhofft sich der Museumschef entsprechend der jeweiligen Zugangsregelung interessierte Besucher. Verliebt in Rauchverzehrer Seit geraumer Zeit treibt den Nichtraucher Andreas Hanslok die Idee für diese Ausstellung um. Mit dem Doberluger Sammler Frank Mende, ebenfalls passionierter Nichtraucher, hat er einen engagierten Partner bei der Gestaltung dieser Schau gefunden. Frank Mende ist glücklich, dass er durch die Ausstellung seine Sammlungsbestände, die bei ihm zu Hause zumeist in Schränken, Kisten und Schachteln aufbewahrt sind, für Besucher präsentieren konnte. »Ich habe meine Sammlungsgegenstände hier neu kennengelernt.« Das betrifft vor allem die vielen so genannten Rauchverzehrer in den unterschiedlichsten Dekors und Gestaltungen vom bellenden Hund bis zum Porzellanliebespärchen. »Irgendwann habe ich mich in die Rauchverzehrer verliebt, die über Jahrzehnte in ziemlich jeder bürgerlichen Familie als Schmuckaccessoires die Wohnzimmer schmückten.« Dazu haben sich im Laufe der Jahre viele andere Utensilien zum Rauchen sowie Werbematerial aller Art für das Rauchen zu seiner Sammlung gesellt. „Es war nicht leicht, die richtige Auswahl von besonderen Gegenständen vom Streichholz bis zum Instrumentarium für das Pfeifenrauchern auszuwählen. »Dafür hatte ich Dr. Hanslok an meiner Seite.« Seit 45 Jahren ist Frank Mende von der Sammelleidenschaft infiziert. Für ihn ist das Sammeln Lebensinhalt und lässt ihn seine seit Jahrzehnten vorhandene Lungenkrankheit besser bewältigen. Die habe nichts mit dem Rauchen zu tun, denn er habe nie im Leben geraucht. Allerdings werden in der Ausstellung zahlreiche Besucher an die eigene Leidenschaft des Rauchens erinnert, die bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts sozial akzeptiert war und zum gesellschaftlichen Leben dazu gehörte und durch Werbung der Tabak- und Zigarettenproduzenten zum Style hochgejubelt wurde. »Natürlich wollen wir mit der Ausstellung keine Werbung für das Rauchen machen, zumal es inzwischen weitestgehend aus dem offiziellen öffentlichen Leben verschwunden ist«, betont Andreas Hanslok. Aber als sozialgeschichtliches Phänomen habe es die gesamte Welt über Jahrhundert geprägt. So führen Texte und Bilder in der Ausstellung durch einen Teil der Kulturgeschichte von den Anfängen in indianischen Kulturen Amerikas über die Griechen, Römer und Germanen. Kolumbus wird zugeschrieben, dass er den Tabak mit nach Europa gebracht habe. Den Siegeszug des Tabaks in Europa beförderte mit der französischen Regentin Katharina von Medici (1519 – 1589) eine Frau, die liebend gern Tabak als »Pulver der Königin« schnupfte. Später wird das Zigarrenrauchen zum Symbol für Reichtum aber auch für Revolution. Für den Schriftsteller Erich Kästner war »Kreativität ohne Rauch nicht denkbar«. Die Tabakpfeife sorgte noch besser dafür, den blauen Dunst lange dampfen zu lassen. Das Rauchen, erfahren Ausstellungsbesucher, war bis ins 20. Jahrhundert Domäne der Männer, erst dann verstanden Frauen wie Marlene Dietrich es als Mittel der Emanzipation. Auch Belege für die Zigarrenproduktion in Doberlug-Kirchhain fehlen in der Ausstellung nicht. Natürlich zeigt die Schau auch die Schädlichkeit des Rauchens und wie sich das Bewusstsein in der Gesellschaft zum Thema Rauchen verändert hat.Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen…

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