Carola Pönisch

Corona: Test- und Quarantäneregelungen

Dresden. Die Corona-Pandemie nimmt wieder Fahrt auf. Das Dresdner Gesundheitsamt erklärt aktuelle Regeln.

Wer wird getestet? 

Betroffene mit Symptomen wenden sich an ihren Hausarzt oder die Corona-Ambulanz am Universitätsklinikum. Für gesetzlich Krankenversicherte übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Wenn ein positives Testergebnis vorliegt, erhält das Gesundheitsamt die Meldung vom Labor, ermittelt die Kontaktpersonen und legt fest, welche Personen zu testen sind. Das Gesundheitsamt selbst führt Corona-Tests ausschließlich im Rahmen von Umgebungsuntersuchungen durch. Die Kosten trägt die öffentliche Hand. Die Möglichkeit zur kostenlosen Testung für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten lief zum 15. September aus. Wer dennoch einen Test durchführen möchte, muss für die Kosten selbst aufkommen. 

Wo erhalte ich einen Test? 

In den vergangenen Monaten wurde die Testkapazität stark erhöht. Erster Ansprechpartner für Patienten mit Symptomen sind die niedergelassenen Ärzte. Auch die Corona-Ambulanz des Universitätsklinikums Dresden führt Tests bei Personen mit Symptomen durch. Fragen zu Testpraxen werden auch telefonisch unter 116 117 beantwortet. Corona-Tests für Personen ohne Symptome führen darüber hinaus niedergelassene freie Labore in Sachsen durch. Die Kosten sind selbst zu tragen. 

Wer muss in Quarantäne? 

Personen, die ein positives Testergebnis erhalten, unterliegen einer Absonderungspflicht, die vom Gesundheitsamt immer für den Einzelfall und in Abhängigkeit vom Vorliegen von Symptomen festgelegt wird. Bei der Kontaktpersonenermittlung wird nach drei bundeseinheitliche Kategorien unterschieden, die das Robert Koch-Institut festgelegt hat. Die Kategorie I (höheres Infektionsrisiko) hatte den engsten Kontakt: so beispielsweise aufgrund eines mindestens 15-minütigen unmittelbaren Kontaktes („face-to-face“) mit einem bestätigten COVID-19-Fall. Personen im Haushalt der erkrankten Person gehören auch zu dieser Kategorie. Menschen in beengten Räumen oder schwer zu überblickender Kontaktsituation mit dem bestätigten COVID-19-Fall wie in einer Kindergartengruppe oder Schulklasse sind unabhängig von der individuellen Risikoermittlung ebenfalls Kontaktpersonen der Kategorie I. Aufgrund der langen Inkubationszeit wird in diesen Fällen eine 14-tägige Quarantäne verordnet, die auch nicht mit einem negativen Corona-Test verkürzt werden kann. 

Anders ist es bei Ein- und Rückreisenden, die sich in den letzten 14 Tagen in einem vom Robert Koch-Institut definierten Risikogebiet aufgehalten haben. Hier schreibt die Sächsische Corona-Quarantäne-Verordnung neben der Meldepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt eine unverzügliche 14-tägige Quarantäne vor, die jedoch mit einem negativen Testergebnis verkürzt werden kann. Die Reisenden sind nach Rechtsverordnung des Bundes verpflichtet, dem Gesundheitsamt auf Anforderung einen Test vorzulegen, der bis zu 48 Stunden vor oder in den Tagen nach der Einreise abgenommen wurde. Aktuell ist die Testung für Einreisende aus Risikogebieten bis zu zehn Tage nach Einreise kostenfrei. 

Maskenpflicht: Es wird kontrolliert

Das Ordnungsamt kontrolliert seit dem 1. September 2020 die Einhaltung der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Läden und Geschäften. Personen ohne bzw. mit einer nicht korrekt sitzenden Mund-Nasen-Bedeckung werden von den Mitarbeitenden direkt angesprochen und auf die Maskenpflicht hingewiesen. Dabei fragen die Bediensteten auch nach ärztlichen Attesten und Schwerbehindertenausweisen, weil diese von der Maskenpflicht befreien können (s. pdf-Anhang). Kann eine Befreiung nicht nachgewiesen werden und weigern sich die Betroffenen, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu verwenden, liegt ein „bußgeldbewährter Verstoß“ vor. Bisher wurden 24 solcher Verstöße festgestellt (Stand: 21.9.2020). Insgesamt liegt die Zahl der festgestellten Verstöße jedoch wesentlich höher: 1.789 Verstöße stellten die Bediensteten bislang im Kontrollzeitraum fest. Der ganz überwiegende Teil der betroffenen Personen trug dabei seine Mund-Nasen-Bedeckung nicht korrekt, etwa weil die Nase nicht bedeckt war. Im Falle eines wiederholten Verstoßes gegen die Maskenpflicht wird, da es sich dann um vorsätzliches Verhalten handelt, ein Bußgeld verhängt.
Unter welchen Voraussetzungen Menschen von der Maskenpflicht befreit sind, klärt ein vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt herausgegebenes Hinweisblatt. Die beiden wichtigsten Ausnahmen sind: Kinder bis zum 6. Lebensjahr und schwerbehinderte Menschen, die dies mit einem amtlichen Ausweis oder einem ärztlichen Attest nachweisen können, brauchen keine Maske zu tragen.

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„Bildungsflanke – Dynamo Dresden“ ins Leben gerufen

Dresden. Zum zehnjährigen Jubiläum des „LOVE DYNAMO – HATE RACISM“-Aktionsspieltages startet die SGD zusammen mit der antirassistischen Faninitiative „1953international“ mit der „Bildungsflanke – Dynamo Dresden“ ein ganzheitliches pädagogisches Bildungsprojekt für junge Menschen. Über eine jährlich stattfindende, mehrtägige Bildungsreise an einen Ort von historischer Bedeutung soll den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen ein kritisches und reflektierendes Bewusstsein für politische und gesellschaftliche Prozesse vermittelt werden. Eingebettet wird die Bildungsreise in ein altersgerechtes, abwechslungsreiches und sportives Rahmenprogramm. „Mit der Bildungsflanke wollen wir gemeinsam mit ‚1953international‘ sowie allen beteiligten Partnern etwas Neues und Nachhaltiges schaffen, das die Bedeutung von Toleranz, Akzeptanz und Weltoffenheit für Kinder und Jugendliche erlebbar in einen historischen Kontext setzt. Seit vielen Jahren sind diese Werte ein unabdingbarer Teil der Vereinsidentität der Sportgemeinschaft, die wir gerne an die nächste schwarz-gelbe Generation weitergeben möchten“, erklärte Interimsgeschäftsführer Enrico Kabus. Im Rahmen der FARE-Aktionswochen zum Heimspiel gegen den FSV Zwickau am 20. Oktober werden Dynamos Drittliga-Profis das Logo der „Bildungsflanke“ auf dem Trikotärmel präsentieren. Als erstes Ziel der Bildungsreise wurde mit Dresden nicht nur die Heimat der SGD ausgewählt, sondern zugleich eine Stadt, die sich durch ihre große historische Bandbreite optimal als Startpunkt für dieses Projekt eignet. Dabei werden die beiden U13-Mannschaften der SG Dynamo Dresden und des FSV Zwickau gemeinsam auf ein zwei- bis dreitägiges Bildungstrainingslager in der sächsischen Landeshauptstadt fahren, in welchem neben einem Workshop, einem Freundschaftsspiel und einem Teamabend auch ein Rundgang im Schweizer Viertel in Zusammenarbeit mit dem „Stolpersteine für Dresden e.V.“ geplant ist. Abhängig von den entsprechenden Orten wird das pädagogische Angebot jedes Jahr aufs Neue angepasst und überarbeitet. Generell richtet sich die „Bildungsflanke“ an Kinder und Jugendliche aus Dynamos Nachwuchs Akademie sowie an Kooperationsvereine, Schulklassen oder weitere soziale Einrichtungen im Dynamoland. (pm/SG Dynamo Dresden)Zum zehnjährigen Jubiläum des „LOVE DYNAMO – HATE RACISM“-Aktionsspieltages startet die SGD zusammen mit der antirassistischen Faninitiative…

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Nord-Ost-Pokal: Niederlage für die Eislöwen

Dresden. Im zweiten Spiel des Nord-Ost-Pokals haben die Dresdner Eislöwen am Freitagabend gegen die Rostock Piranhas eine überraschende Niederlage kassiert. Gegen den Oberligisten setzte es eine 2:3-Pleite. Alexander Dotzler und Steve Hanusch fehlten auf Dresdner Seite. Toni Ritter kehrte ins Aufgebot zurück und durfte die Eislöwen als Kapitän anführen. Im Tor stand Nick Jordan Vieregge. Die Partie vor 578 Zuschauern begann verhalten. Beide Mannschaften brauchten ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. Die Eislöwen erspielten sich ein Chancenübergewicht, ohne aber die große Torgefahr auszustrahlen. Kevin Lavallée besorgte schließlich die Führung für die Dresdner in der 14. Minute. Im zweiten Drittel begannen die Eislöwen in Überzahl, anders als vor einer Woche in Crimmitschau konnten sie im Powerplay aber nicht überzeugen. Ob in Überzahl oder bei Fünf gegen Fünf, es kam zu wenig vom Team von Trainer Rico Rossi und so trafen die Gäste zum Ausgleich. Tom Pauker netzte in der 30. Minute zum 1:1 ein. Die Eislöwen verpassten danach trotz eineinhalb Minuten doppelter Überzahl erneut in Führung zu gehen. Das Rossi-Team startete aber gut ins den Schlussabschnitt. In der 42. Minute fälschte Nick Huard einen Schuss von Tom Knobloch mit dem Schlittschuh ins Rostocker Tor ab. Nach Sichtung des Videobeweises gaben die Schiedsrichter den Treffer aber nicht. Kurz darauf zählte ein Dresdner Treffer aber. Nach schöner Vorarbeit von Toni Ritter erzielte Vladislav Filin das 2:1 (44.). Die Freude hielt aber nicht lange. Filin musste auf die Strafbank und hatte gerade Platz genommen, da stand es 2:2. Filip Stopinski (46.) traf zum Ausgleich. Es kam noch dicker aus Eislöwen-Sicht. August von Ungern-Sternberg brachte die Gäste in erneuter Überzahl in Führung (49.). Die Schlussoffensive der Blau-Weißen brachte keinen Erfolg. Rico Rossi, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Wir haben kein gutes Spiel geliefert, haben uns zu viele technische Fehler geleistet. Meine Jungs hatten zwar die Spielkontrolle, aber wir waren zu unkonzentriert vor dem gegnerischen Tor.“ Am Sonntag, 18. Oktober, geht es für die Dresdner Eislöwen mit dem Auswärtsspiel bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser weiter. Spielbeginn ist 17 Uhr. SpradeTV überträgt live. (pm/Dresdner Eislöwen)Im zweiten Spiel des Nord-Ost-Pokals haben die Dresdner Eislöwen am Freitagabend gegen die Rostock Piranhas eine überraschende Niederlage kassiert. Gegen den Oberligisten setzte es eine 2:3-Pleite. Alexander Dotzler und Steve Hanusch fehlten auf…

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