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Auch Sportler feiern – wenn sie noch da sind

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

Auch in Dresdens Sport werden 30 Jahre deutsche Einheit gefeiert. Dabei sind etliche Vereine noch gar nicht so alt, entstanden erst in dieser Zeit und auch nur dank der Wiedervereinigung. Wer kannte bei uns denn American Football? Inzwischen sind die Dresden Monarchs aus der hiesigen Sport-Landschaft nicht mehr wegzudenken.

Auch die Eislöwen durften erst nach der Wende die Krallen zeigen, professionell waren in der DDR nur die  Dynamos aus Berlin und Weißwasser am Puck.

Apropos Dynamo: Das ist natürlich ein Kapitel für sich und würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Nur soviel: Die Europacup-Spiele gegen Bayern und Stuttgart in den 70er und 80er Jahren hatten Lust auf mehr gemacht. Nach vier Spielzeiten in der 1. Bundesliga Anfang der 90er war die zwischenzeitlich vergangen, aber nie ganz weg.

Wenn wir 40 Jahre deutsche Einheit feiern, dann hoffentlich mit Dynamo wieder im deutschen Fußball-Oberhaus. Ganz weg sind hierzulande tatsächlich andere Sportarten. Die Dresdner Eisschnellläuferinnen
beispielsweise waren in den 80ern der Nabel der Welt. Wo sind ihre Erben? Auch in Sachen Sportstätten bietet sich ein zwiespältiges Bild, allerdings mit mehr Licht als Schatten. Im Heinz-Steyer-Stadion werden wohl nie wieder Leichtathletik-Weltrekorde aufgestellt. Dafür stehen jetzt Schmuckkästchen wie Dynamo-Stadion,
Eishalle und BallsportArena dort, wo es gar keine oder nur marode Sportstätten gab.

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Im aktuellen Podcast »Schmidtis Overtime«: Wochenend-Bilanz mit Dynamo, Volleyball und Galopp

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