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Anruf aus Russland: Keiner dran

Dresden. In den letzten Tagen erhielten einige Dresdner Anrufe mit russischer Vorwahl – obwohl sie überhaupt keine Kontakte dorthin pflegen. Eine neue Betrugsmasche?

Das Smartphone bimmelt und es zeigt eine ungewöhnliche Nummer, die mit der Vorwahl +7 (940) beginnt. Wer rangeht, bekommt keine Antwort. Was ist da los?

"Solche Anrufe kommen häufig vor, treten in Schüben immer wieder auf", sagt Katja Henschler, Digital-Expertin von der Verbraucherzentrale Sachsen. Ihrer Ansicht nach handelt es sich dabei um sogenannte Ping-Anrufe bzw. Lockanrufe, die nur ein Ziel verfolgen: den Rückruf, der sehr teuer werden kann.

"Die Anrufer zielen auf die Neugierde der Menschen. Normalerweise will man wissen, wer einen angerufen hat und ruft zurück", sagt sie. In diesem Fall sei das allerdings nicht ratsam, denn es können dadurch hohe Kosten entstehen.

Wie die Betrüger in den Besitz der Privat-Nummern gelangen, darüber kann nur spekuliert werden. "Entweder aus Datenverkäufen im Darknet oder über einen Zufalls-Generator", sagt Henschler. Sie rät, nicht ranzugehen und auch nicht zurückzurufen.

Hier kann man Ping-Anrufe der Bundesnetzagentur melden.

 

 

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