Carola Pönisch

Adventskonzert Dresden: Große Spendenaktion

Dresden. Besucher des Adventskonzerts im Rudolf-Harbig-Stadion am 19. Dezember können die psychosoziale Versorgung auf der Kinder-Intensivstation des Uniklinikums unterstützen. Das Geld wird dringend für eine neue Stelle gebraucht.

Es geht meist sehr schnell: Eine Unaufmerksamkeit, ein kleiner Fehler, eine Infektion können dazu führen, dass Kinder von einem Moment auf den nächsten sehr schwer, auch lebensbedrohlich erkranken. Eine Verletzung, ein Unfall – so wie bei Arthur und Annika. Der sechsjährige Junge brach sich bei einem Sturz mehrfach den Unterkiefer, Annika (10) erlitt nach einem Felssturz eine schwere Kopfverletzung mit Hirnbluten. Dass beide Kinder heute wieder gesund und munter sind, ohne Einschränkungen groß werden können, das verdanken sie ihren Lebensrettern auf der ITS der Kinder- und Jugendklinik am Uniklinikum. Rund 500 bis 600 Kinder und Jugendliche werden hier jedes Jahr ärztlich vesorgt.

Auch Retter und Eltern brauchen Hilfe

Für viele Kinder bedeutet der ITS-Aufenthalt eine Gratwanderung zwischen Leben und Tod. Zwar befinden sie sich in höchst professionellen Händen eines hochmotivierten medizinischen Teams und in Obhut modernster Medizintechnik. »Doch wenn Patienten und ihre Angehörigen mit dem Schicksal hadern, von Angst und Zweifeln, wie es weiter geht, sie gelähmt sind, fehlt ihnen die am Ende entscheidende Kraft im weiteren Genesungsprozess«, sagt Prof. Reinhard Berner. »Was uns hier dringend fehlt, ist eine kontinuierliche psychologische Beratung«, sagt der Direktor der Dresdner Uni-Kinderklinik.

Doch wie kann die Stelle eines Psychologen finanziert werden?  Hier kommt Thomas Reiche, Veranstalter und Regisseur des großen Adventskonzertes am 19. Dezember im Rudolf-Harbig-Stadion, ins Spiel: »Wir werden beim Konzert eine große Spendenaktion initiieren. Der Erlös daraus soll der Startschuss für die Finanzierung  einer psychologischen Versorgung für die ITS der Kinderklinik sein.« Die dafür benötigten 1,5 Stellen sind mit rund 100.000 Euro Kosten jährlich verbunden.

Wie genau die Spendenaktion während des Konzerts aussehen wird, ob große Spendenboxen  aufgestellt werden oder die Aktion nur über Spendenkonto und Social Media geführt wird, darüber wird derzeit mit Hochdruck nachgedacht. Prof. Berner, seine Intensivmediziner und das Schwesternteam setzen jedenfalls große Hoffnungen darauf, dass schon im Frühjahr psychologische Hilfe da sein kann.

So können Sie helfen:

  • Spendenkonto bei der Ostsächsischen Sparkasse
  • Verwendungszweck »Engel2019«
  • IBAN DE 27 8505 0300 0221 0457 40 

Stiftung Hochschulmedizin, ereichbar unter info@stiftung-hochschulmedizin.de, Tel. 0351/ 458 27 57

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Friedrichstadt hat eine neue "Grüne Raumkante"

Dresden. Die Schäferstraße mitten in Friedrichstadt ist in diesem Frühjahr ein Stück weit attraktiver geworden. Die verwilderten Brachflächen zwischen Adler- und Institutsgasse sind einer sogenannten "Grünen Raumkante" gewichen. Auf dem 310 Meter langen Abschnitt wurden in den vergangenen Monaten eine Allee aus 65 Tulpenbäumen gepflanzt, es gibt nahe der Haltestelle Koreanischer Platz zwei kleine Hochbeete mit blühenden Pflanzen und zwei Bänke. Die Grüne Raumkante sieht nicht nur gut aus, "sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und mildert den Lärm ab", sagt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. Bis zum zweiten Weltkrieg war die Schäferstraße beidseits  mit gründerzeitlichen Mietshäusern bebaut. Während stadteinwärts rechtsseitig in den 1970er Jahren Plattenbauten entstanden, blieb die linke Seite der Einfallstraße ins Stadtzentrum viele Jahre im ruinösen Zustand. Erst Ende der 1980er Jahre wurde die verfallenen Gebäude an der Nordseite zwischen Weißeritzstraße und Institutsgasse gesprengt, um Platz zu schaffen für Neubauten - die aber nie gebaut wurden. Stattdessen entstanden Wildnis und Autohandel auf der Grünen Wiese. Sanierungsgebiet Friedrichstadt  Seit 2004 gehört die historische Friedrichstadt zu den Dresdner Sanierungsgebieten. Bis 2022 werden rund neun Millionen Euro ins Gebiet fließen. Neu gestaltet und deutlich aufgewertet wurden bereits der Hohenthalplatz, der Koreanische Platz (Haltestelle und ehemaliger domäne-Parkplatz), an der Roßthaler Straße entstand ein Freizeitpark mit Skateranlage und auf der Berliner Straße der schicke Spielplatz "Notruf Zentrale 112". In wenigen Tagen werden der Stadtgarten am Alterthafen und ein Grünzug an den Menageriegärten eingeweiht. Die Zahl der Friedrichstadt-Bewohner nahm seit 2003 um 70 Prozent zu, es entstanden außerdem 600 neue Wohnungen.Die Schäferstraße mitten in Friedrichstadt ist in diesem Frühjahr ein Stück weit attraktiver geworden. Die verwilderten Brachflächen zwischen Adler- und Institutsgasse sind einer sogenannten "Grünen Raumkante" gewichen. Auf dem 310 Meter langen…

weiterlesen