Carmen Wolodtschenko

Erinnerungen an die "Erste Stunde"

Neustadt. Manfred Herzog war sowas wie ein "Geburtshelfer" beim WochenKurier

Viele Neustädter und Sebnitzer werden sich noch an den "Roten Ochsen" erinnern. Das Hochhaus an der Bergstr. war nicht nur Sitz des Fortschrittkombinates.

Nach der Wende und der Abwicklung des einstigen Großbetriebes, hatte dort in den ersten Jahren auch der WochenKurier (früher Wochenspiegel) ein Büro.  Neben der Mediaberaterin war dort auch  der Redakteur Manfred Herzog anzutreffen."Die Texte wurden in der ersten Zeit noch mit Schreibmaschine geschrieben und dann die Druckzeilen ausgezählt. Zuerst habe ich die Texte und Fotos ? alles noch Papierabzüge - nach Hoyerswerda geliefert, später dann ab 1994 nach Dresden", erinnert  er sich heute an die bescheidenen Anfänge. Dreimal wöchentlich kam damals ein Kurier, der alle wichtigen Dokumente und Fotos weiterleitete. Und doch wurde auch damals die Zeitung mit regionalen, interessanten Beiträgen gefüllt. Als der WochenKurier sein neues Büro in Pirna bezogen hatte, war Manfred Herzog  als freier Mitarbeiter auch dort anzutreffen.  Auch wenn er nun schon viele Jahre sein Rentnerdasein genießt, so ganz hat er sich nie von "seiner" Zeitung verabschiedet.Wenn es etwas Neues über den Freundeskreis Museum, dessen Mitglied er ist oder von den "Neustädter Autoren", wo er ebenfalls schon Jahrzehnte zum Kern gehört, zu berichten gibt, greift er  zur "Feder". Und da er selbst viele Jahre sportlich aktiv war, in den 1990er Jahren sogar am Wasa-Lauf teilnahm, versorgte er den Wochenkurier auch immer wieder mit sportlichen Nachrichten. "Mittlerweile habe ich mich schon mit dem Computer angefreundet und kann Texte per E-Mail schicken. Auch wenn ich anfangs skeptisch war, ob alles ankommt, es klappt jetzt", freut er sich.  Einzig bei den Fotos verlässt er sich noch auf die gute alte Technik mit dem Film. In den letzten Wochen  musste er krankheitsbedingt etwas kürzer treten, deshalb wünschen wir vor allem beste Genesung und  Gesundheit! (caw)

Manfred Herzog wurde 2010 mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Neustadt ausgezeichnet.                                      Foto: SV

 

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