Grit Büttner

Mit 80 erfüllte er sich einen Traum

Radeberg. Stift und Akkuratesse ? der Zeichner Heinz Hofmann

Einen gelungenen Abschluss zum Jubiläumsjahr "600 Jahre Stadtrecht in Radeberg" bildet die Ausstellung von Maler Heinz Hofmann in der Rathausgalerie.

"Es geht bis hoch, denn er hat viel zu bieten," empfängt Dr. Peter Lunze, Vorsitzender des Radeberger Kunstkreises die eintreffenden Gäste. Tatsächlich: Der aus Großerkmannsdorf stammende Maler und Zeichner Heinz Hofmann hat es mit einer Auswahl aus über 300 Arbeiten bis in den Vorzimmerbereich des Oberbürgermeisters geschafft. Hoch gewachsen und würdevoll kommt der Senior in Begleitung einiger Familienmitglieder am Eröffnungstag daher. Die Knie machen ihm zu schaffen, Ärzte raten zum Kürzertreten.

"Mit fast 88 geht einem ohnehin manches etwas beschwerlicher von der Hand", räumt Hofmann ein. Doch noch immer drängt es ihn, die Dinge um ihn herum mit seinem akkuraten Malstil festzuhalten. Erst genau hinsehen und dann losarbeiten, war bereits seine Devise, als er 1951 den Radeberger Malund Zeichenzirkel mitbegründete. Kunstkreis-Chef Dr. Peter Lunze umreißt die Biografie des Ehrenmitgliedes so: "Seine Verbundenheit gehört der Heimat, seine Liebe dem Küchengarten hinterm Haus, seine Sehnsucht sind die Alpen. Bis heute ist er der einfache Mensch, der gelernte Technische Zeichner von ehemals Eschebach, später dann bei Rafena, geblieben."

Nach 1990 nutzte Hofmann die Möglichkeit, sich seinen Alpen-Traum zu erfüllen und auch hier auf Motivsuche zu gehen. Die Ausstellung "Malerei und Grafik von Heinz Hofmann" kann bis zum 28. Februar 2013 zu den Rathausöffnungszeiten besichtig werden.

Im Bild: Freunde und Kunstkollegen: Heinz Hofmann (links) und Dr. Peter Lunze. Foto: Rodig

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