Carola Pönisch

Abrissbagger fressen sich durch alte Brücke

Radeberg. Jetzt geht der Brückenbau in den Endspurt: Am Montag startete der Abriss, schon am 13. August soll das neue Konstrukt montiert sein.

Der Plan ist ehrgeizig und die Vollsperrung der Strecke Radeberg-Klotzsche bis 17. August unumgänglich: Insgesamt 13 Tage hat die Firma Strabag Rail GmbH Zeit, um die 100 Jahre alte Stahlbrücke abzureißen, die neue Stahlkonstruktion Millimeter für Millimeter mit Hilfe hydraulischer Verschubanlagen an die richtige Position zu setzen und gleich danach Gleise sowie Leit- und Sicherungstechnik auf einer Strecke von rund 500 Metern zu erneuern. "Um das zu schaffen, muss rund um die Uhr gearbeitet werden. Das bedeutet für die Anwohner, dass sie kurzzeitig einiges an Lärm verkraften müssen", sagt Änne Kliem, Sprecherin der DB Mobility Logistics AG.

Der Einschub der neuen Brücke soll vom 10. bis 13. August erfolgen, parallel zu Abriss und Einschub werden bereits Gleise, Leit- und Sicherungstechnik montiert. "Ab 17. August gegen 3 Uhr sollen die Gleisbauarbeiten abgeschlossen sein, danach soll der Bahnbetrieb wieder planmäßig laufen. Die Straßensperrung dauert dagegen noch bis Ende Oktober an, denn die Straße unter der Brücke wird erneuert und es werden Lärmschutzwände für die Anwohner aufgestellt", so Änne Kliem.

Die Deutsche Bahn arbeitet bereits seit Frühjahr an dem Vorhaben "Neue Brücke". Zunächst waren Baustelleneinrichtung, Baufeldfreimachung und Grünschnitt notwendig. Im März startete neben der alten Brücke die Vorfertigung des neuen Brückenbauwerks aus Stahlbeton. Schalung und Betonage der Widerlagerwände für die neue Querung wurden im Juni abgeschlossen. Insgesamt investiert die Deutsche Bahn rund 3,5 Millionen Euro in den Brückenneubau.

Foto: Pönisch

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