Zoo-Inventur: gezählt, gewogen, gemessen

Dresden.  Trampeltier Collin (1) ist die Sache mit der Messlatte zwischen seinen Höckern nicht ganz geheuer. Aber was sein muss, muss halt sein: Collin muss vermessen werden. Der junge Hengst bringt es bereits auf die stattliche Höhe von 1,60 Metern (gemessen wird die Rückenhöhe) und 248 Kilo. Aufregung herrscht auch bei den Zebramangusten - nicht nur, weil Tierpflegerin  Annka Lewertoff eine Extraportion Leckerli dabei hat (es sind Mehlwürmer), sondern weil auch viele Fotoapparate klicken. Hier heißt es zählen. "Es sind 30 Stück", sagt Tierpflegerin Annka Lewertoff. Die kleinen Kerlchen scheinen sich über die vielen neugierigen Reporter und Fotografen genauso zu freuen, bringen sie doch Abwechslung in den gerade sehr ruhigen Zooalltag. Ruhiger geht es beim Wiegen zu. Von den beiden Baumstachlern (korrekt Urson) Bernadette und Howard soll letzterer auf die Waage, was er mit gutem Zureden und frischen Gemüse schließlich auch ganz gut hinbekommt. Baumstachler-Frau Bernadette schmollt ohnehin, zeigt der angereisten Presse nur ihr stachliches Hinterteil. Kein gutes Zoo-Jahr Wirtschaftlich betrachtet war das Jahr 2020 natürlich alles andere als zufriedenstellend. Aufgrund der pandemiebedingten Schließungen im Frühjahr und seit 2. November sowie der vorläufigen Besucherzahlreglementierung mit reduzierten Eintrittspreisen und strengen Hygienevorschriften nach Wiedereröffnung im Mai vermeldete der Zoo Dresden zum Jahresende knapp eine Millionen Euro weniger Einnahmen als geplant. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 627.403 Gäste begrüßt werden, etwa 270.000 weniger als im Vorjahr. Kein Stillstand im Zoo-Alltag Im Zooalltag gibt es natürlich keinen Stillstand. Jungtiere wurden geboren, Gehege umgestaltet, eine Arten wie Wasserschweine und Parmakängurus verließen den Zoo für immer. Erster offizieller Termin ist die große Tierinventur in diesen Tagen. Mit dem Tod des Riesensalamanders endete auch die Haltung dieser beeindruckenden Amphibienart im Zoo Dresden. Zumindest eine völlig neue Tierart möchte der Zoo seinen Besuchern im kommenden Jahr präsentieren. Noch vor Ostern sollen zwei Löffelhunde nach Dresden kommen. Planungen für neues Orang-Utan-Haus Trotz Corona und damit verbundenen Problemen gingen die Planungen am neuen Haus für die Orang Utans weiter voran. Im Sommer soll der Baustart erfolgen, mit einer Bausumme von 17 Millionen Euro wird es das bisher größte Bauprojekt in der Geschichte des Zoos werden. Weil die Stadt dafür kein Geld aus dem Haushalt beisteuern kann, muss ein Kredit in Höhe von 12 Millionen Euro aufgenommen werden. Die restlichen fünf Millionen muss Zoochef Karl Heinz Ukena aus Eigenmitteln und mit Spenden des Vereins Zoofreunde Dresden e.V. stemmen. Bereits für den Sommer ist die Fertigstellung der Erweiterung der Elefanten-Außenanlage geplant, wofür knapp 700.000 Euro Baukosten kalkuliert wurden.  Trampeltier Collin (1) ist die Sache mit der Messlatte zwischen seinen Höckern nicht ganz geheuer. Aber was sein muss, muss halt sein: Collin muss vermessen werden. Der junge Hengst bringt es bereits auf die stattliche Höhe von 1,60 Metern (gemessen…

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Neues Abwasserpumpwerk für Airportpark

Hellerau/Wilschdorf. Die Stadtentwässerung Dresden GmbH hat nach zweijähriger Bauzeit ein neues Abwasserpumpwerk an der Radeburger Straße in Hellerau/Wilschdorf in Betrieb genommen. Dem offiziellen Start war ein 14tägiger erfolgreicher Probebetrieb vorausgegangen. Der Neubau war nötig geworden, da im Gewerbegebiet Airportpark an der A4 deutlich mehr Abwasser anfällt als bisher – insbesondere seit die neue Bosch Manufaktur ihre Halbleiterproduktion startete. Weitere Großeinleiter sind hier angesiedelt, so das Advanced Mask Technology Center, das Fraunhofer Center für Nanoelectronic und der Globus Baumarkt. Das alte Pumpwerk war den Wassermassen nicht mehr gewachsen. Es konnte 60 Liter Wasser je Sekunde in das Dresdner Kanalnetz überleiten, von wo es weiter zur Reinigung in die zentrale Kläranlage Dresden-Kaditz fließt. Die vier neuen Pumpen in dem acht Meter tiefen Keller des Neubaus (davon eine Reserve) könnten im Bedarfsfall mehr als das Doppelte fördern. Zusätzlich ist Platz für vier weitere Pumpen gleicher Bauart, sollten sich wie erhofft weitere Großbetriebe im Airportpark ansiedeln. Rund sechs Millionen Euro investierte das Dresdner Abwasserunternehmen in das Bauvorhaben. Und es geht weiter. "In den kommenden Monaten bauen wir eine neue Druckleitung nach Wilschdorf und ein modernes Schieberbauwerk an der Kreuzung Radeburger Straße/Wilschdorfer Landstraße. Langsam wird es eng im Kanalnetz auf der Neustädter Seite, im Gespräch ist daher eine neue Abwassertrasse vom Dresdner Norden zum Klärwerk Kaditz entlang der Autobahn A4", sagt Ralf Strothteicher, Technischer Geschäftsführer der Stadtentwässerung Dresden Die Stadtentwässerung Dresden GmbH hat nach zweijähriger Bauzeit ein neues Abwasserpumpwerk an der Radeburger Straße in Hellerau/Wilschdorf in Betrieb genommen. Dem offiziellen Start war ein 14tägiger erfolgreicher Probebetrieb vorausgegangen. Der…

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