rk/asl

Neue Pläne fürs Hermsdorfer Schloss

Hermsdorf. Architekt Torsten König und Gemeinderat Mirko Thomas stellten ein Nutzungskonzept für das historische Gebäude vor.

In Ottendorf-Okrilla möchte man das im Ortsteil Hermsdorf liegende Barockschloss künftig mit mehr Leben erfüllen. Diesen Eindruck bekam man bei einem Vortragsabend im Schlosspark. Dort präsentierten Gemeinderatsmitglied Mirko Thomas (CDU) und Architekt Torsten König zum Auftakt einer Veranstaltungsreihe mit dem Titel »Das grüne Schloss« ein geplantes Nutzungskonzept für das alte Herrschaftshaus.

So soll in dem historischen Schmuckstück aus dem 16. Jahrhundert ein Zentrum für nachhaltige Orts- und Regionalentwicklung eingerichtet werden. »Wir wollen hier ein aktives Kommunikationszentrum etablieren«, so Torsten König. Wichtig: Ottendorfs Einwohner sollen bei der Konzeption für das neue Nutzungskonzept mit einbezogen werden. Geplant ist auch die Gründung einer Orts- und Betreibergesellschaft, deren Aufgabe sein soll, über Vermietungen (etwa von Schlossräumlichkeiten) Gelder zu erwirtschaften. Da es in Sachsen »Burgen und Schlösser wie Sand am Meer gibt«, so Torsten König, müsse sich das Hermsdorfer Schloss von anderen historischen Gemäuern im Freistaat abheben. Daher der Wunsch, an diesem Ort ein Kommunikationszentrum zu etablieren.

Gemeinderat Mirko Thomas wies darauf hin, dass das bisherige Angebotsspektrum des Barockschlosses (Hochzeiten, Parkfeste, Lesungen etc.) erhalten bleiben soll. In den vergangenen Jahren hatten sich viele Ottendorfer die Einrichtung einer Gastronomie im Schloss gewünscht. Nun, ein Schlosscafé ist ebenfalls Bestandteil des Nutzungskonzeptes. Damit nicht genug: Auf dem Schlossparkareal soll eine zentrale Küche eingerichtet werden. Etwa, »um die Kindergärten zu versorgen«, so Mirko Thomas. Diese soll auch fürs Catering von Hochzeiten respektive für die Schloss-Gastronomie genutzt werden. Sogar Übernachtungsmöglichkeiten sind geplant. Jedoch nicht im Herrenhaus selbst. Vielmehr sollen in einem unweit vom Schloss stehenden Mehrfamilienhaus Apartments entstehen.

Über eine intensivere Nutzung des Gebäudes wird in Ottendorf-Okrilla schon seit vielen Jahren diskutiert. Als die Gemeinde vor zwei Jahren einen Ideenwettbewerb fürs Schloss ins Leben rief, war die Resonanz groß gewesen, hatten rund 200 Ottendorfer Vorschläge eingereicht.

Kulturelle Events sollen dort künftig ebenfalls zahlreiche Besucher anlocken. König wies darauf hin, dass man beispielsweise ein Recycling Art Festival veranstalten könne. »Wäre doch schön, wenn Künstler aus wiederverwendbaren Materialien Dinge fürs Schloss kreierten«, so der Ottendorfer Architekt. Dinge, die das Gebäude optisch aufwerteten. Werden alle im Nutzungskonzept vorgesehenen Projekte umgesetzt, werde sich das Hermsdorfer Schloss, so die Hoffnung der beiden Referenten, sicher zu einem »zentralen Ort der Gemeinschaft« entwickeln. Finanziert werden sollen die Pläne aus Mitteln des Strukturwandelfonds Lausitz. Da die Kommune Bauherr und Eigentümer sei, so Gemeinderatsmitglied Thomas, könne man mit einer 90-prozentigen Förderung rechnen. Mittel für eine Machbarkeitsstudie hat die Gemeinde jedenfalls schon beantragt.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Glaubitz und Bärnsdorf mit Hilfe von oben

Glaubitz. Die Feuerwehren in Glaubitz und Bärnsorf haben kürzlich eine neue technische Ausstattung übernommen. Künftig können die Kameraden der Wehren auch Drohnen für die Klärung des Einsatzgeschehens aus der Luft einsetzen. Die Übergabe erfolgte im Beisein von Radeburgs Bürgermeisterin Michaela Ritter, des Glaubitzer Bürgermeisters Lutz Thiemig sowie Kameraden der Feuerwehr Glaubitz in Bärnsdorf statt. Bei den technischen Daten ist die neue Drohne selbstredend moderner. Sie fliegt länger und weiter und kann auch bei Regen zum Einsatz kommen. Auch die eingebauten Kameras liefern weitaus bessere Bilder, wovon sich die Kameraden bei Testflügen überzeugen konnten. Einzig bei der Geschwindigkeit von rund 55 km/h nehmen sich beide Modelle nichts. Die Freude über die jeweils neue Drohne war gleichwohl bei den Kameraden der beiden Feuerwehren zu spüren, die das Treffen zum weiteren Erfahrungsaustausch nutzten. Drohnen an zwei Standorten im Landkreis bieten nicht nur die Sicherheit einer Rückfallebene, sondern da sie geografisch gut über den Landkreis verteilt sind auch schnellere Einsatzmöglichkeiten. Grundlage für die örtliche Zuordnung ist die Einhaltung der Hilfeleistungsfrist. Die Stationierung basiert auf dem Drohnenkonzept des Landkreises. So wird die in Bärnsdorf stationierte Drohne vorrangig für das Gebiet, das in etwa dem Altlandkreis Meißen entspricht, eingesetzt. Die Drohne in Glaubitz bedient vorrangig das Gebiet des Altlandkreises Riesa-Großenhain. Mit dem Einsatz von Drohnen zur Unterstützung der Feuerwehren hat sich der Landkreis Meißen seit 2016 beschäftigt, die erste Drohne wurde 2019 angeschafft. Mittlerweile sind mehr als 20 Kameraden in Bärnsdorf und Glaubitz für den Flug einer Drohne ausgebildet. 2020 waren über 60 Einsätze für die Drohnen zu verzeichnen, bei ganz unterschiedlichen Problemlagen – bei Waldbränden wie bei Gebäudebränden.Die Feuerwehren in Glaubitz und Bärnsorf haben kürzlich eine neue technische Ausstattung übernommen. Künftig können die Kameraden der Wehren auch Drohnen für die Klärung des Einsatzgeschehens aus der Luft einsetzen. Die Übergabe erfolgte im Beisein…

weiterlesen