Katrin Kunath

Verdammt, er liebt uns - Matthias Reim kommt auf den Hutberg

Kamenz. Im Interview erzählt Matthias Reim von seinen jährlichen Kamenz-Besuchen, neuen Liedern und warum er den Sommer einfach mag.

Am Samstag, 27. Juli, ist Matthias Reim in der Stadt - zu seinem fast schon traditionellen Sommerkonzert auf dem Kamenzer Hutberg.

WoKu-Redakteurin Katrin Kunath sprach schon vorab mit dem Sänger:

Jahr für Jahr findet sich Kamenz in Ihrem Tourplan wieder. Ist ein Besuch auf der Hutbergbühne für Sie inzwischen zum Pflichttermin geworden?

Ja, weil es dort einfach Spaß macht. Die Auftritte gehören für mich inzwischen so zu meinem Jahresablauf wie mein morgendlicher Cappuccino. Die Bühne im Grünen auf dem Hutberg ist aber auch etwas besonderes, eine Spielstätte mit einer ganz eigenen Atmosphäre.

Worauf können sich Ihre Kamenzer Fans denn in diesem Jahr freuen?

Auf ein wunderbares, hammermäßiges Konzert. Ich werde natürlich einige Lieder von meinem neuen Album spielen, nehme die Leute aber auch mit auf Zeitreise zu den Songs der letzten 23 Jahre bis hin zu "Verdammt, ich lieb dich". Lieder, auf die die Fans nicht verzichten wollen. Der Knaller wird aber, wenn bei "Am Fenster" die Geigerin auf der Open Air-Bühne zu spielen beginnt - das schafft eine wundervolle Atmosphäre.

Für Ihr aktuelles Album haben Sie einige dieser Ostrock-Lieder wie "Am Fenster" oder den "Schwanenkönig" gecovert. Warum?

Durch meine Fans und meine Reisen in den neuen Bundesländern bin ich selbst auf diese Musik aufmerksam geworden. Diese Lieder haben eine großartige Lyrik, haben aber - abgesehen von "Über sieben Brücken" - bislang kaum Beachtung im Westen gefunden. Ich meinte, diese Musik ist zu gut um vergessen zu werden.

Und wie kommen die Lieder bei den Fans an?

Im Osten freuen sich die Leute, wenn sie diese ihnen bekannten Lieder wieder live auf der Bühne hören. Im Westen kam vor allem der "Schwanenkönig" tierisch gut an. Die Leute dort staunen über die guten Texte, die sie so nicht vermutet hätten...

In Kamenz haben vor kurzem die Sommerferien begonnen. Wie verbringen Sie den Sommer am liebsten?

Für den Sommer hätte ich am liebsten ein kleines bisschen mehr Zeit, denn da gehe ich meinem Hobby, den Open Air-Konzerten, nach. Mich fasziniert dieser Stimmungs- und Lichtwechsel, wenn man als Künstler noch im Hellen auf die Bühne geht, sie aber im Dunklen erst verlässt. Es ist einfach ein gutes Gefühl, draußen zu sein, das sich auch auf das Publikum überträgt. Einige Tage nach meinem Auftritt in Kamenz habe ich frei, dann haben auch wir hier in Baden-Württemberg Ferien und ich kann mit meinen Kindern raus in die Natur und zum Baden. Langeweile gibt's bei mir gerade nicht, denn an den Abenden genieße ich die Zeit in meinem Studio, plane neue Sachen, bin kreativ.

Also wird es ein neues Album geben?

Ja, ich sitze an neuen Songs und nutze diesen kreativen Schub zurzeit richtig gut aus. Ich hatte schon Zeiten, da bittet man jeden Tag nur ?Lieber Gott, lass mich endlich eine neue Idee haben'. Aber zurzeit bin ich kreativ, da steht die Verbindung nach oben.

Welchen Tipp für den Sommer geben Sie unseren Lesern mit auf den Weg?

Nutzt den Sommer aus! Geht bei schönem Wetter raus, schwimmt, sammelt Kraft und nehmt das viele Sonnenlicht in euch auf! Das gibt Kraft, macht gesund und fit für die dunklere Jahreszeit!

Lust auf mehr von Matthias Reim?

Der WochenKurier verlost für das Konzert auf der Hutbergbühne unter allen Einsendungen 5x2 Freikarten.

Schicken Sie bis zum Donnerstag, 25. Juli, eine E-Mail mit Ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer an katrinkunath@cwk-verlag.de.

Die Karten sind nicht übertragbar und werden auch nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: PR

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Cottbus. Eine längere Lebensdauer der Fahrbahn und damit einhergehende eingesparte Reparaturkosten erhofft sich die Stadt Cottbus von einem neuartigen Asphalt an der Nordrampe der Sandower Unterführung. Dieser wasserdurchlässige Asphalt - auch Drainasphalt genannt - soll das Wasser effizienter abfließen lassen. »Es ist ein offenporiger Asphalt mit vielen kleinen Hohlräume. Die ergeben sich durch einen hohen Anteil grober Gesteinskörnung«, erklärt Joachim Kollakowski, Teamleiter Brücken in der Stadtverwaltung. »Probleme verursacht hier am Trog vor allem das Grundwasser. Es drückt durch die Fugen.« Hydrologische Untersuchungen aus dem Jahr 1969 würden laut Kollakowski auf eine alte Wasserader in diesem Gebiet verweisen. »Der Bau aus dem Jahr 1979 ist damals nicht optimal abgedichtet worden. Mit dem neuen Asphalt hoffen wir, dass wir das jetzt für die kommenden zehn bis 15 Jahre in den Griff bekommen.« Wie Kollakowski informiert, soll neben dem neuartigen Asphalt auch eine Kastenrinne am Straßenrand zusätzlich den Wasserablauf erleichtern. »Sie leitet das Wasser nach unten, damit es dann in die Spree gepumpt werden kann. Die Technik dafür läuft seit 1979 gut. Sie wird ständig gewartet«, erklärt Kollakowski. Wie er berichtet, investiert die Stadt Cottbus 180 000 Euro in die aktuelle Maßnahme, die mit dem Abtragen der alten Asphaltschicht Anfang August begonnen hatte. In Zukunft komme man jedoch um ein neues Bauwerk nicht herum. »Es wird seit Jahren beobachtet. Dabei wurde festgestellt, dass das Bauwerk jährlich ein Millimeter nach oben wächst und die Flügel nach außen gedrückt werden. Die Standsicherheit ist jedoch nicht gefährdet«, sagt Joachim Kollakowski und fügt an, dass ein Neubau des Trogbauwerkes auf rund 50 Millionen Euro geschätz wird.Eine längere Lebensdauer der Fahrbahn und damit einhergehende eingesparte Reparaturkosten erhofft sich die Stadt Cottbus von einem neuartigen Asphalt an der Nordrampe der Sandower Unterführung. Dieser wasserdurchlässige Asphalt - auch Drainasphalt…

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