Henry Gbureck

Flugzeug in Bergen notgelandet

Hoyerswerda. Das passiert auch nicht alle Tage: In dem kleinen Örtchen Bergen bei Hoyerswerda musste in den späten Nachmittagsstunden ein Kölner Pilot mit seiner Maschine notlanden. Auf einem ordinären Acker.

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Die gute Nachricht: Keine Verletzten, kein technischer Schaden...  und das "1-Mann-Bergungsteam" in Person von Michael Arnold zeigte dem Bruchpiloten was Lausitzer Hilfsbereitschaft und ostdeutsche Imrovisationsgabe bedeutet.

"Ich habe bei einem Pokalwettbewerb mitgemacht", erzählt der Pilot Christian Morsbach aus Köln. Der findet jedes Jahr in Klix bei Großdubrau statt. Für die 100 gestarteten Segelflieger aus Deutschland, Holland, Schweden und sogar aus Japan galt es, eine Strecke von rund 150 Kilometern abzufliegen. Von Klix nach Forst, Bronkow und zurück. Doch mit dem "zurück" klappte es leider nicht so ganz.

"Auf einmal war die Thermik weg", erklärt Christian. Ich brauchte dringend Auftrieb, doch bei jeder Gelegenheit habe ich gedacht, da kommt bestimmt gleich noch eine bessere. Das war eine Fehlentscheidung." Denn kurz vor dem Ort Bergen ging plötzlich nichts mehr.

Für Christian und seinen 45.000 Euro-Flieger "Discus CS" ist auf dem Bergener Acker Endstation des 1. Pokaltages. Recht unsanft verläuft die Landung: "Es war ziemlich heftig. Bei der Bodenberührung ging es noch, denn die Erdkruste war verhälnismäßig weich, doch das Ausrollen auf dem gepflügten Acker war sehr holprig."

Glück im Unglück: In dem Moment, als er unsanfte Bekanntschaft mit dem Lausitzer Boden macht, fährt Michael Arnold mit seinem Quad am Acker vorbei. "Ich habe ein paar Äste zum Hexenhaufen gebracht und sah, wie der Flieger runter kam." Michael überlegte nicht lange, fuhr zu dem Bruchpiloten und bot ihm seine Hilfe an. Mit einem handelsüblichen Spanngurt wurde das Quad vor den Flieger gespannt und Michael zog das Fluggerät etwa 1 Kilometer bis zur Straße.

Hier holte ein Fahrzeug mit Spezialanhänger später das Fluggerät ab. Christian und Michael tauschten noch ihre Telefonnummern aus und der junge Mann aus Köln weiß nun, dass er sich bei einer "Notlandung" selbst in der fernen Lausitzer Provinz auf die Hilfsbereitschaft der Elsterheider verlassen kann. Und übrigens war dies nur der erste von neun Wertungsflügen. Vielleicht treffen wir ja Christian noch mal dieser Tage... auf einem anderen Acker? Die beiden nahmen es immerhin mit Humor.

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