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Symposium wegen Corona verschoben

Hoyerswerda. Einmal im Jahr treffen sich Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen zu einem Palliativ-Symposium. In diesem Jahr muss der Erfahrungsaustausch ausbleiben.

»Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben!« Dieser Ausspruch beschreibt sehr gut die Arbeit des Palliativteams Lausitz e.V. aus Hoyerswerda, in dem fünf niedergelassene Ärzte sowie sechs ausgebildete Palliativ-Care-Kräfte zusammenarbeiten. Unterstützung geben die Hospizhilfen und ambulanten Pflegedienste.

Um der Versorgung der schwerstkranken und sterbenden Menschen umfassend Rechnung tragen zu können, muss das Palliativteam professionell und sektorenübergreifend arbeiten. Eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist Grundvoraussetzung, dass eine Begleitung im Sinne der Patientinnen und Patienten und ihrer Angehörigen gelingen kann.

Aus diesem Grund fand 2015 das 1. Palliativ-Symposium in Hoyerswerda im Saal der Sparkasse statt. Adressaten für dieses Symposium waren vor allem Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die in ihrer täglichen Arbeit mit Menschen, die einer palliativen Versorgung bedürfen, zusammenkommen. Mehr als 300 Interessenten aus Einrichtungen der Region nahmen dieses Fortbildungsangebot wahr. Für 2020 war nun das 6. Palliativ-Symposium geplant. Hinter so einer Konferenz verbirgt sich ein hoher Planungsaufwand, welcher bereits ein Jahr im Voraus beginnt. Im Zusammenhang mit der Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 konnte die Vorbereitung des 6. Symposiums allerdings nicht fortgeführt werden.

Die Organisatoren sehen sich in der Verantwortung, wenn ca. 350 Teilnehmer aus den systemrelevanten Berufen zusammentreffen, welche Auswirkung das für die Patienten und die Region hätte. Dankbar sind sie aber dafür, dass sie keine aktiven Covid 19-Fälle haben und ihre Arbeit somit fortführen können. Trotzdem begleitet sie tagtäglich die Sorge.

Das Symposium ist eine Veranstaltung, die keine wirtschaftlichen Interessen verfolgt. Dennoch ist es bedauerlich, dass die alljährliche Fortbildung und der Erfahrungsaustausch der Mediziner und Pflegkräfte ausfallen müssen.Der richtige Weg ist die Vernetzung und nicht der Alleingang. Umso wichtiger ist es, dass die Teilnehmer im Rahmen der Fortbildungsmöglichkeiten mit allen beteiligten Berufsgruppen in Diskussion kommen. Mit diesen Symposien – da ist sich das Palliativteam Lausitz e.V. sicher – erfährt die Begleitung der Palliativpatienten in der Region, eine qualitative Aufwertung und die Zusammenarbeit mit den versorgenden Kräften wird noch besser funktionieren. »Und deshalb wünschen wir uns, dass 2021 das 6. Symposium stattfinden kann«, sind sich die Mitstreiter des Palliativteams Lausitz einig.

Informationen zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung unter www.palliativteam-lausitz.de

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