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Rödertalbienen reisen nach Zwickau

Großröhrsdorf. Am Samstag, 10. November, findet die neunte Auflage des „Sachsenderbys“ zwischen dem BSV Sachsen Zwickau und dem HC Rödertal statt. Anpfiff der Partie in der Sporthalle Neuplanitz ist 17 Uhr.

„Ich kenne den Trainer unseres Gastgebers, Rüdiger Bones, schon lange und freue mich ihn wiederzusehen, und natürlich auch auf das Spiel.“ sagt HCR-Coach Frank Mühlner im Vorfeld. Auch für einige Spielerinnen wird es ein Wiedersehen geben – Ex-Biene und frühere Mannschaftskapitänin Isa-Sophia Rösike spielt inzwischen für den BSV. Aber zunächst steht das Sportliche im Vordergrund. Bereits acht Mal standen sich beide Mannschaften gegenüber. Jede Seite konnte vier Siege verbuchen. Zuletzt, in der Spielzeit 2016/17, gewann der HCR in Zwickau (22:18), verlor aber im Bienenstock (22:27). Im Rückspiel stand damals noch Corina Cupcea, die Vorgängerin von Bones, beim BSV an der Seitenlinie.

Die Zwickauerinnen starteten sehr wechselhaft in die Saison. Auswärts konnten sie sich bisher nur einen Punkt erkämpfen. Und das ausgerechnet beim kommenden Gegner des HCR – dem TV Beyeröhde-Wuppertal. Nicht nur bei diesem Unentschieden (36:36), sondern auch zuletzt bei der knappen Niederlage gegen die SG 09 Kirchhof (34:37) zeigte der BSV eine gute Leistung. In der heimischen Sporthalle Neuplanitz konnten sie die ersten beiden Spiele gewinnen, mussten zuletzt aber gegen die TG Nürtingen eine herbe Niederlage (21:33) einstecken. Bienen-Trainer Mühlner erwartet eine intensive Partie: „Zwickau ist schwer auszurechnen. Ihnen fehlt vielleicht noch etwas die Konstanz. Trotzdem darf man sie nicht unterschätzen. In Beyeröhde ein Unentschieden zu erspielen, dass schafft nicht jeder.“ Die beiden torgefährlichsten Spielerinnen sind die Kroatin Katarina Pavlovic (47/16 Tore) im rechten Rückraum und Linksaußen Jenny Choinowski (47/18 Tore). Die Spielmacherin Petra Nagy (22 Tore) und Kreisläuferin Nadja Bolze (35/4 Tore) spielten schon bei Bad Wildungen zusammen und sind ein eingespieltes Team.

Bienen sind nach freiem Wochenende heiß aufs Spiel

Die Bienen hatten in diesem Herbst durchweg schwere Gegner, sind mit 8:6 Punkten und dem momentan sechsten Tabellenplatz aber voll im Soll. „Die letzten vier Spiele waren nicht einfach. Das wussten wir aber schon vorher. Ketsch, Rosengarten, Kirchhof und Mainz sind Top-Mannschaften und werden zusammen mit Beyeröhde-Wuppertal die vordersten Plätze unter sich ausmachen. Umso erfreulicher ist es, dass wir aus Kirchhof zwei Punkte mitnehmen konnten.“ so HCR-Präsident Andreas Zschiedrich.

Gegen BSV Sachsen Zwickau steht dem Trainer beinah der gesamte Kader zur Verfügung. „Die eine oder andere Spielerin hatte durch das freie Wochenende die Möglichkeit ihre Verletzung auszukurieren. Außerdem war es gut, um den Kopf mal wieder frei zu bekommen. Deswegen haben wir die komplette letzte Woche den Schwerpunkt auf Regeneration und Ausdauertraining gelegt und erst Montag wieder an taktischen Varianten gearbeitet. Brigita Ivanauskaite kann erst unter der Woche wieder ins Training einsteigen. Wir werden sehen, wie gut ihre Verletzung verheilt ist. Ob sie schon am Samstag wieder mitspielt, kann ich noch nicht sagen. Ich möchte da auch gar kein Risiko eingehen.“ gibt Mühlner einen Einblick in die letzten Tage. Abschließend gibt er sogar noch einen kurzen Einblick in die Taktik für Samstag: „Wichtig wird für uns sein, dass wir von der ersten Minute an voll da sind, konzentriert agieren und nicht zu viel wollen. Schließlich geht es in einem solchen Derby immer sehr hitzig zu. Im Angriff müssen wir unsere Chancen wieder besser nutzen. Diese Effektivität hat uns in den letzten Spielen gefehlt.“

Der Bienentross startet am Samstag 13 Uhr in Großröhrsdorf  und macht 13.30 Uhr einen Zwischenstopp am Elbepark, bevor es weiter in Richtung Zwickau geht. (pm)

Florian Triebel

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Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

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