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Medizin: Aus Metall wird Knochen

Radeberg. Die Asklepios-ASB Klinik Radeberg nutzt ein neuartiges Verfahren für Implantate, beispielsweise bei Sportverletzungen: Schrauben und Stifte aus Magnesium, die sich nach Genesung selbst auflösen.

Bei Frakturen an Hand und Fuß, bei Sportverletzungen oder in der Kinderchirurgie wurden bisher Stahl- und Titanschrauben verwendet. In der Asklepios-ASB Klinik Radeberg kommen nun Schrauben aus Magnesium der Firma Syntellix AG zum Einsatz. Sie werden nach einiger Zeit im Körper abgebaut. Ein Entfernen nach der Ausheilung wird damit überflüssig.

Die orthopädisch unfallchirurgische Abteilung der Asklepios-ASB Klinik Radeberg hat in den letzten Monaten gute Erfahrungen mit den neuartigen Schrauben gemacht. Die Magnesium-Schrauben sind metallisch stabiler und belastbarer als bisher verwendete, sich selbst auflösende Implantate. Das neue, patientenschonende Verfahren kann Weichteilreizungen in der Umgebung reduzieren, sodass hiervon besonders Patienten mit reduzierter Abwehrlage wie Diabetiker oder Rheumapatienten profitieren oder Kindern erneute Eingriffe erspart bleiben.

„Die eingesetzten Schrauben und Stifte regen das Knochenwachstum an und reduzieren das Infektionsrisiko, weil sie im Umbauprozess ein antibakteriell wirksames Milieu schaffen“, erklärt Oberarzt DM Matthias Wehner, Leiter der Orthopädie und Unfallchirurgie. Bei all dem rufen sie jedoch keine Allergien und keine störenden Effekte bei der Durchführung von CT- und MRT-Untersuchungen hervor. „Die sich auflösenden Schrauben werden einfach durch Knochen ersetzt.“ Magnesium ist neben Calcium ein entscheidender Faktor für die Stabilität des Knochens und somit eine optimale Grundlage als Ausgangsstoff für neue Implantate. „Bisher stellen die neuen Implantate jedoch nur eine Ergänzung in der Behandlung unserer Patienten dar“, fügt Wehner hinzu. Weil das poröse und nicht so elastische Material derzeit keine höhere Kraftübertragung gestattet, können noch keine Platten oder Knochennägel für die Versorgung größerer Knochen hergestellt werden. Doch die Forschung geht weiter und in einigen Jahren gibt es vielleicht auch dafür die passende Lösung.

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Museen der Stadt versus Corona-Virus

Dresden. "Das Corona-Virus beraubt uns zweier unserer wesentlichen Wirkungsfelder – unserer Ausstellungen und unserer Veranstaltungen," sagt Dr. Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden. Besuche im Museum seien durch nichts zu ersetzen, schon gar nicht das Gespräch vor den Exponaten.Weil sie aber auch in dieser schwierigen Zeit  für die Dresdner da sein wollen, würden viele fleißige Mitarbeiter hinter verschlossenen Türen arbeiten. "Die Museen der Stadt Dresden unterbreiten jetzt besondere Angebote – durch TV und  Internet. Auf diese Weise bekommen Sie Hilfe beim Unterricht Ihrer Kinder und Anregungen und „Appetit“ für die Zeit, in der Sie wieder zu uns kommen können. Auch wenn Sie für Minuten einfach mal auf andere Gedanken kommen, hat sich unsere Arbeit für Sie gelohnt", so Porstmann. Video-Führungen durch Stadtmuseum und Städtische Galerie „Da Sie nicht wie gewohnt zu uns kommen können, kommen wir zu Ihnen“, mit diesen Worten steht ab sofort ein neues Angebot online zur Verfügung steht. Gemeinsam mit  Dresden Fernsehen wurden in der Städtischen Galerie und im Stadtmuseum kurze Filmbeiträge erstellt, die einen faszinierenden Einblick in die Ausstellungen des Landhauses geben. Während in der Städtischen Galerie ausgewählte Werke der ständigen Sammlung vorgestellt werden, präsentiert das Stadtmuseum Porträts berühmter Solisten und Dirigenten aus der Sonderausstellung zum 150. Jubiläum der Dresdner Philharmonie. Zunächst bis zum 20. April geplant, wird täglich ein neuer Beitrag vorgestellt, der Appetit auf die kommenden Museumsbesuche macht. Die Beiträge sind über den Facebook-Kanal „@museendresden“ oder auch auf dem youtube-Kanal „Museen Dresden“ zu sehen. Digitale Ausstellung im Kunsthaus Dresden Das Kunsthaus Dresden veröffentlicht seit vergangener Woche in Fortsetzung auf Facebook (@kunsthausdresden), per Newsletter und auf der Website (www.kunsthausdresden.de) Bilder und Hintergrundinformationen zu Werken in der nun geschlossenen aktuellen Ausstellung Requiem. Zusätzlich entsteht in Zusammenarbeit mit Gestalterinnen und Gestaltern, Künstlerinnen und Künstlern ein neues digitales Ausstellungsformat, das das Publikum einlädt, künstlerische Prozesse mitzuerleben. Das neue Ausstellungsformat geht voraussichtlich in der kommenden Woche online. Virtuelle Einblicke in die Sammlungen Die Sammlungen der Museen der Stadt Dresden können in der digitalen Sammlungsdatenbank auf www.dresden-collection-online.de durchstöbert werden und bieten bemerkenswerte Einblicke in die Dresdner Stadt-, Kunst- und Technikgeschichte. Die Spielzeugsammlung des Stadtmuseums eignet sich für einen virtuellen Streifzug mit der ganzen Familie. Kunstliebhaber können Malerei vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart genießen. Und Kenner der Dresdner Foto- und Rechentechnik sind bei den Einträgen zu den Technischen Sammlungen richtig. Neben vorbereiteten Touren zu unterschiedlichen Themen und einem Zeitstrahl bietet vor allem die integrierte Volltextsuche einen einfachen Einstieg in die derzeit rund dreizehntausend Objekte umfassende Datenbank. Lieblingsobjekte können in einer persönlichen Sammelmappe abgelegt, kommentiert und geteilt werden. Digitale Ausstellung im Kunsthaus Dresden Das Kunsthaus Dresden veröffentlicht seit vergangener Woche in Fortsetzung auf Facebook (@kunsthausdresden), per Newsletter und auf der Website (www.kunsthausdresden.de) Bilder und Hintergrundinformationen zu Werken in der nun geschlossenen aktuellen Ausstellung Requiem. Zusätzlich entsteht in Zusammenarbeit mit Gestalterinnen und Gestaltern, Künstlerinnen und Künstlern ein neues digitales Ausstellungsformat, das das Publikum einlädt, künstlerische Prozesse mitzuerleben. Das neue Ausstellungsformat geht voraussichtlich in der kommenden Woche online. Virtuelle Einblicke in die Sammlungen Die Sammlungen der Museen der Stadt Dresden können in der digitalen Sammlungsdatenbank auf www.dresden-collection-online.de durchstöbert werden und bieten bemerkenswerte Einblicke in die Dresdner Stadt-, Kunst- und Technikgeschichte. Die Spielzeugsammlung des Stadtmuseums eignet sich für einen virtuellen Streifzug mit der ganzen Familie. Kunstliebhaber können Malerei vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart genießen. Und Kenner der Dresdner Foto- und Rechentechnik sind bei den Einträgen zu den Technischen Sammlungen richtig. Neben vorbereiteten Touren zu unterschiedlichen Themen und einem Zeitstrahl bietet vor allem die integrierte Volltextsuche einen einfachen Einstieg in die derzeit rund dreizehntausend Objekte umfassende Datenbank. Lieblingsobjekte können in einer persönlichen Sammelmappe abgelegt, kommentiert und geteilt werden. "Das Corona-Virus beraubt uns zweier unserer wesentlichen Wirkungsfelder – unserer Ausstellungen und unserer Veranstaltungen," sagt Dr. Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden. Besuche im Museum seien durch nichts zu ersetzen, schon…

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