Sandro Paufler

Haus Bergland im neuen Glanz

Wilthen. Das seit 1899 bestehende Veranstaltungsgebäude in Wilthen hat schon einige Zeiten durchlebt. Damit im Saal weiterhin Festlichkeiten stattfinden können, musste das Gebäude umfangreich saniert werden. Der verantwortliche Faschingsverein gibt sich zuversichtlich für die Zukunft, bald wieder Gäste im ehrwürdigen Saal empfangen zu dürfen.

Die Malerarbeiten sind in den letzten Zügen und bald werden die hohen Gerüste im Saal abgebaut. Nach dem über zweijährigen Baugeschehen endet das Modernisierungsprojekt Haus Bergland. Der traditionsreiche und prunkvolle Saal kommt durch die Sanierung jetzt deutlich mehr zur Geltung.

Unterstützung von der Europäischen Union

Insgesamt wurden in das Haus über 170.000 Euro investiert. Ein Großteil wurde durch die EU-Förderung LEADER übernommen. Hinzu kamen Zuschüsse von der Stadt und Eigenmittel vom Verein selbst. Etappenweise wurden drei Projekte umgesetzt. Angefangen vom Notlicht und einer neuen Alarmanlage kamen später eine neue Küche, die Bühnenertüchtigung und ein kompletter Anstrich im Innenbereich hinzu. Über 300 Personen werden künftig im neuen Saal Platz finden.

Fehlende Einnahmen durch Veranstaltungen macht Verein zu schaffen

 Neben den üblichen Faschingsveranstaltungen, finden im Saal Konzerte, Jugendweihen, Schuleingänge und große Silvesterparties statt. Alles wichtige Einnahmen für die Karnevalsbegeisterten aus Wilthen. Das Veranstaltungsverbot durch die Pandemie machte dem Verein schwer zu schaffen: »Wir haben 12.000 Euro Fixkosten jedes Jahr zu begleichen«, sagt die Schatzmeisterin, Annegret Wetzig. Im letzten Jahr habe man nur vom Ersparten gelebt und hoffe, dass bald wieder Veranstaltungen möglich sind.

40-jähriges Jubiläum

Für den Verein selbst hätte es dieses Jahr auch einen Grund zum Feiern gegeben. Der Wilthener Carneval-Club wollte sein 40-jähriges Bestehen im Februar feiern. »Doch durch Corona müssen wir die Feierlichkeiten auf nächstes Jahr verschieben«, erzählt Annegret Wetzig. Auch auf das Training mussten die circa 100 Mitglieder größtenteils verzichten. Lediglich die rot-weiße Garde konnte per Videokonferenz von zu Hause aus ihre Tanzschritte üben. Das Haus Bergland und seine Faschingsmitglieder jedenfalls, sind wieder für ausverkaufte Veranstaltungen bereit.

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