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Corona-Disziplin auf dem Bau sinkt

Oft kein Händewaschen, keine Masken, kein Abstand

Auf immer mehr Baustellen im Landkreis Bautzen wird gegen Abstands- und Hygieneregeln verstoßen. Das kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). »Viele Baufirmen nehmen die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus auf die leichte Schulter. Das ist fatal«, sagt der Vorsitzende der IG BAU Ostsachsen, Peter Schubert. »Oft ist nicht einmal das Händewaschen möglich. Ein Waschbecken mit Seife und fließendem Wasser – Fehlanzeige. Von Desinfektionsspendern ganz zu schweigen. Aber auch Sammeltransporte in Bullis sind schon längst wieder an der Tagesordnung. Genauso Frühstücks- und Mittagspausen dicht an dicht im Bauwagen«, so Schubert. Dass das Arbeiten unter freiem Himmel das Infektionsrisiko reduziert, sei außerdem nur die halbe Wahrheit. Spätestens beim Innenausbau und beim Sanieren sehe das dann schon ganz anders aus.

Corona-Schutz auf dem Bau kostet Geld. Das seien allerdings notwendige Kosten, die die Bauunternehmen im Landkreis Bautzen nicht scheuen dürfen. Denn: »In der Corona-Pandemie zeigen Baubeschäftigte volle Leistung. Dafür haben sie auch vollen Gesundheitsschutz verdient.« Der IG-BAU-Vorsitzende appelliert deshalb an die Baubeschäftigten im Kreis Bautzen, strikt darauf zu achten, sich zu schützen. »Regelmäßiges Händewaschen, Schutzmasken und das Arbeiten mit Abstand gehören zu den To-Dos auf dem Bau. Denn Corona-Schutz ist Arbeitsschutz. Und den müssen Beschäftigte notfalls selbstbewusst fordern.«

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