Sandro Paufler

Bischofswerda hält zusammen

Bischofswerda. Die Nachbarschaftshilfe ist in Zeiten des Corona-Virus extrem wichtig geworden. Der Regenbogen e.V. bietet jetzt Hilfe für Einkäufe und Erledigungen an und ist eine wertvolle Unterstützung für die Risikogruppen in der Bevölkerung.

In schweren Zeit rücken alle ein Stück näher. Der Regenbogen e.V. ist Träger der Kinder- und Jugendarbeit für den Raum Bischofswerda und Umgebung. Zugleich auch verantwortlich für die Schulsozialarbeit in den schulischen Einrichtungen. Zur Eindämmung des Corona-Virus hat die Sächsische Landesregierung beschlossen, landesweit die Schulen zu schließen. Die Arbeit des Regenbogen e.V. ist damit eingeschränkt.

Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen

Was also tun? Seit Donnerstag, den 19. März bietet der Verein an, Lebensmittel, Medikamente und Waren des täglichen Bedarfs für Menschen zu besorgen, die zur sogenannten Risikogruppe gehören. Gerade die Risikogruppen – ältere Menschen mit Vorerkrankungen sollten von der Gesellschaft geschützt und unterstützt werden.

Damit diese Aktion Gehör findet, wurden 600 Flyer produziert und im Raum Bischofswerda verteilt. Das Augenmerk lag besonders an den Aushängen der Supermärkte. Zusätzlich wurde auf Facebook ein Beitrag veröffentlicht. Auch die Stadt Bischofswerda hatte auf ihrer eigenen Facebook Präsenz auf diese Aktion aufmerksam gemacht.

Schnelle Lieferung, ein Anruf genügt

Es genügt ein einfacher Anruf oder eine kurze Email. Sonderwünsche können gern geäußert werden. Beispielsweise in welchen Laden bevorzugt eingekauft werden soll. Wurde abgeklärt bis wann die Einkäufe erledigt werden müssen, so kann es für die Mitarbeiter des Regenbogen e.V. direkt in den Einkaufsladen gehen. Diese besorgen die gewünschten Dinge und bringen die Einkäufe bis vor die Haustür der Leute. Kosten fallen lediglich für die Beschaffung der Einkäufe an, Spritkosten werden nicht zusätzlich berechnet.

„Wir helfen solange es nötig ist“

Momentan kümmern sich zwei Mitarbeiter des Vereins um die Einkäufe, so der stellvertretende Vorsitzende Patrick Wolf. Bei Bedarf und größerer Resonanz, kann die Anzahl der Helfer problemlos aufgestockt werden. „Wir helfen solange es nötig ist und wir gebraucht werden“, erzählt Patrick Wolf.

Vorstellbar ist eine Erweiterung des Gebietes außerhalb dem Umland von Bischofswerda. So könnten freiwillige Helfer im Auftrag des Vereins in ihrer Kommune die Einkäufe erledigen, ohne das von Bischofswerda extra ein Auto fahren muss. „Momentan ist die Aktion angelaufen, wir werden sehen wie sich die Sache entwickelt“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Patrick Wolf.

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