HCR: Vierte Niederlage in Serie

Großröhrsdorf. 606 Zuschauer fanden den Weg nach Großröhrsdorf in den Bienenstock zum Sachsenderby. Es war ein hoch emotionales Spiel der beiden Mannschaften mit viel Kampf. Trotz der Tabellenkonstellation begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Dank eines Endspurts sicherte sich der BSV Sachsen Zwickau beim 25:28 (14:14) aus Sicht der Bienen den Sieg. Schon vor dem Spiel stand fest, dass Brigita Ivanauskaite und Grete Neustadt aussetzen müssen. Dafür hatte Bienen-Coach Frank Mühlner erneut Nachwuchsspielerin Linda Emely Zöge in den Kader berufen. Außerdem durfte auch Lara Tauchmann zum ersten Mal für die 1. Frauenmannschaft auflaufen. Der HCR hatte Anwurf und war gleich mit dem ersten Angriff erfolgreich. Julia Mauksch (7/3 Tore) kam aus zentraler Position zum Wurf und netzte ein. Nach der frühen Führung der Bienen übernahmen die Gäste das Geschehen. Zunächst erzielte Petra Nagy (3 Tore) drei Tore in Folge zum 1:3. Danach war Torfrau Ann Rammer beim Strafwurf von Jenny Choinowski (6/2 Tore) zur Stelle und verhinderte einen größeren Rückstand für ihre Mannschaft. Mit dem 1:4 durch Nadja Bolze (6/4 Tore) in der achten Minute war der Fehlstart der Bienen perfekt. Zunächst verkürzte Mauksch auf 2:4, ehe der BSV die Führung auf 2:6 ausbaute. In der elften Minute funktionierte erstmals das Spiel zum Kreis – Egle Alesiunaite (3 Tore) steckte zu Kamila Szczecina (3 Tore) durch, die zum 3:6 traf. Ein Ruck ging durch die Mannschaft der Bienen. Plötzlich stand die Abwehr besser und auch in der Offensive wusste die Mühlner-Sieben die gebotenen Chancen besser zu nutzen. Mauksch und Lisa Loehnig (3 Tore) verkürzten bis zur 16. Minute auf 6:7. Als Tammy Kreibich (2 Tore) kurze Zeit später erst den 8:8-Ausgleich erzielte und nach einem Ballgewinn übers komplette Feld stürmte, um den 9:8-Führungstreffer einzunetzen, stand die Halle Kopf. In der 22. Minute setzte Alesiunaite erneut Szczecina in Szene – mit einem Aufsetzer passte sie zur Kreisläuferin, die den Pass zum 11:9 verwertete. Die Führung hielt jedoch nur vier Minuten, ehe der BSV nach 23 Minuten wieder zum 11:11 ausglich. Bis zur Halbzeitpause konnte sich keine der beiden Mannschaften noch einmal einen Vorteil erarbeiten. So ging es mit einem 14:14 in die Kabine. Zu Beginn der zweiten Hälfte setzten sich die Gäste zunächst mit zwei Toren auf 14:16 ab. Rabea Pollakowski (3 Tore) erzielte mit einem wunderschönen Dreher von außen den 15:16-Anschlusstreffer. Vorerst liefen die Bienen dem knappen Rückstand jedoch hinterher. Teilweise wurde den feiernden Fans im Bienenstock toller Handball geboten. In der 40. Minute kam der Ball zu Pollakowski auf Linksaußen. Sie sprang Richtung Tor und passte dann zu Szczecina in die Mitte, die das 18:19 erzielte. Immer wieder konnte der HCR die Fehler der Gegnerinnen nicht für sich nutzen, um die Partie zu drehen. Erst nach 46 Minuten nutzte Loehnig nach einem Schrittfehler des BSV die Möglichkeit zum 21:21-Ausgleich. Beide Mannschaften versuchten das Spiel schnell zu gestalten, um die gegnerische Mannschaft unter Druck zu setzen. So erspielten sich die Zwickauerinnen erneut einen Vorsprung von zwei Toren. In der 49. Minute sah Loehnig nach einem unglücklichen Zusammenstoß die rote Karte und musste vorzeitig in die Kabine. Abermals gelang den Bienen bis sieben Minuten vor dem Ende der Ausgleich (24:24) Die Nerven der Fans waren zum Zerreißen gespannt. Dann suchte die Mannschaft von Norman Rentsch die Entscheidung. Innerhalb von vier Minuten zogen die Zwickauerinnen auf 24:28 davon und feierten an der Seitenlinie bereits den Auswärtssieg. Auf Bienenseite setzte Mauksch mit einem verwandelten Strafwurf den Schlusspunkt zur 25:28-Niederlage. Kurz vor dem Ende kam auch noch Tauchmann zu ihrer Premiere in der zweiten Bundesliga. Die Rödertalbienen ließen erneut zu viele Chancen liegen und waren in der Abwehr nicht konsequent genug. HCR-Trainer Frank Mühlner: „In der Abwehr waren wir heute inkonsequent. Wenn sich meine Mannschaft im Angriff mal Chancen erarbeitet hat, konnten sie die zu oft nicht nutzen. Die jungen Spielerinnen haben sich durch den guten Auftritt in der A-Jugendbundesliga einen Einsatz in der ersten 1. Frauenmannschaft verdient. Wir werden wahrscheinlich auch in den kommenden Spielen hin und wieder auf eine oder mehrere Spielerinnen zurückgreifen. Auch um sie langsam an die 2. Bundesliga heranzuführen.“ Florian Triebel606 Zuschauer fanden den Weg nach Großröhrsdorf in den Bienenstock zum Sachsenderby. Es war ein hoch emotionales Spiel der beiden Mannschaften mit viel Kampf. Trotz der Tabellenkonstellation begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Dank eines…

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Rödertalbienen können nichts Zählbares mitbringen

Großröhrsdorf. Der HC Rödertal verliert gegen den momentanen Tabellenführer HL Buchholz 08-Rosengarten sein drittes Spiel in Serie. Vor 370 Zuschauern in der Nordheidehalle konnten die Bienen ihre Gegnerinnen zwar lange Zeit ärgern, doch am Ende waren die Handball-Luchse in den entscheidenden Situationen abgeklärter. Bereits unter der Woche stand HCR-Coach Frank Mühlner nur ein Rumpfkader zur Verfügung. Zum Spiel fehlten nur noch Yuko Minami und Jessica Jander. Dafür durfte Linda Emely Zöge (2 Tore) aus der A-Jugend der SG Rödertal/Radeberg zum ersten Mal im Trikot der 1. Frauenmannschaft auflaufen. Die Gastgeberinnen hatten Anwurf und waren mit ihrem ersten Spielzug direkt erfolgreich – Kreisläuferin Evelyn Schulz (2 Tore) wurde gut in Szene gesetzt und netzte zum 1:0 ein. Im direkten Gegenzug zeigten auch die Bienen, dass sie das Spiel an den Kreis beherrschen. Egle Alesiunaite passte auf Kamila Szczecina (2 Tore), die den 1:1-Ausgleich erzielte. Die Handball-Luchse erarbeiteten sich durch zwei Tore einen kleinen Vorsprung. Den erneuten Anschlusstreffer erzielte Brigita Ivanauskaite (3 Tore), die sich gegen drei Gegenspielerinnen durchsetzte und zum 2:3 traf (4. Minute). Der HCR bot den Favoritinnen in der Anfangsphase die Stirn und glich nach neun Minuten wieder zum 5:5 aus. Allerdings erlaubten sich die Gäste in der Folge zu viele Fehler, sodass die Mannschaft von Dubravko Prelcec wieder auf 7:5 davon zog. Mühlner reagiert und zückte die grüne Karte. Ivanauskaite besorgte mit einem Hammer aus knapp acht Metern den 6:7-Anschluss. Nach dem 7:8 durch Julia Mauksch (9/4 Tore) setzten sich die Handball-Luchse dank eines 3:0-Laufs auf 11:7 ab (17. Minute). Die Rödertalbienen fingen sich allerdings wieder und schafften erneut den 10:11-Anschluss. Dann folgte ein Schreckmoment auf Bienenseite – Ivanauskaite hielt sich nach einer Abwehraktion mit schmerzverzerrtem Gesicht die Hand und konnte nicht aufs Spielfeld zurückkehren. Die Gäste ließen sich von diesem Ausfall nicht aufhalten und erzielten nach 26 Minuten den 12:12-Ausgleich. Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte noch einmal den Handball-Luchsen. Nach dem 13:13 durch Rabea Pollakowski (3 Tore) bauten sie den Vorsprung bis zur Sirene auf 16:13 aus. Die Mannschaft von HCR-Trainer Mühlner war gedanklich noch in der Kabine. Das nutzten die Luchse eiskalt und zogen auf 20:13 davon – halbzeitübergreifend ein 7:0-Lauf. Mit der Hereinnahme von Lisa Loehnig (1 Tor) kam wieder etwas mehr Schwung in das Angriffsspiel. Durch Meret Ossenkopp (5 Tore) und Mauksch verkürzten die Bienen wieder auf 22:17 (39. Minute). Die Gäste mühten sich, konnten den Rückstand aber nicht weiter verkürzen. In der 46. Minute feierte Zöge ihre Premiere auf der Platte. Kurz nach ihrer Einwechslung nutzte sie den Platz auf Linksaußen und bejubelte ihr erstes Tor zum 21:26. Nun häuften sich die Fehler auf beiden Seiten merklich. Allerdings wussten die Bienen mit ihren Möglichkeiten zu selten etwas anzufangen. Dadurch zogen die Gastgeberinnen kontinuierlich auf 29:21 davon (51. Minute). Nach 55 Minuten durften sich die mitgereisten Bienenfans über den wohl schönsten Treffer der Partie freuen. Nach einem Ballgewinn machte sich Ossenkopp zum gegnerischen Tor auf. Sie sah, dass Zöge mitgelaufen war und spielte den Ball zum Kreis. Die Jugendspielerin fing den Ball in der Luft und schloss direkt zum 24:31 ab. Kurz darauf verkürzten die Bienen durch Jasmin Eckart (1 Tor) auf 25:31. Näher sollte der HCR aber bis zur Schlusssirene nicht mehr kommen. Mit dem Pfiff setzte dann Ossenkopp den letzten Treffer der Partie zum 27:32-Endstand. Die Handball-Luchse waren deutlich abgeklärter und nutzten die Fehler der Rödertalbienen im Aufbauspiel zu schnellen Kontern. Die Mühlner-Sieben blieb vor dem Tor der Gastgeberinnen heute oft zu harmlos. Allerdings konnte die Mannschaft den Ausfall von Ivanauskaite deutlich besser kompensieren, als in der Hinrunde. HCR-Trainer Frank Mühlner: „Zunächst hoffe ich, dass die Verletzung von Brigita Ivanauskaite nicht zu schwer ist. Am unzufriedensten bin ich mit der Wurfleistung meiner Mannschaft. Wir haben uns heute vor dem gegnerischen Tor zu schwer getan. Auf der anderen Seite waren wir zu passiv in der Deckung und haben die Luchse immer wieder zu nah vor unser Tor gelassen.“ Florian TriebelDer HC Rödertal verliert gegen den momentanen Tabellenführer HL Buchholz 08-Rosengarten sein drittes Spiel in Serie. Vor 370 Zuschauern in der Nordheidehalle konnten…

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