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Zahl der Cannabis-Anträge ist gestiegen

Seit Inkrafttreten des Cannabis-Gesetzes im Jahr 2017 hat die Krankenkasse Barmer bis Ende Januar 2020 insgesamt 14.986 Anträge auf cannabishaltige Arzneimittel erhalten. Davon wurden 10.255 (68,4%) bewilligt und 4.731 abgelehnt. Das geht aus einer aktuellen Analyse anlässlich des dreijährigen Bestehens des Cannabis-Gesetzes hervor. »Cannabis ist ein hoch komplexes Arzneimittel, das medizinisches Spezialwissen erfordert. Richtig eingesetzt kann es für schwerkranke Patienten eine wertvolle Therapieoption sein, allerdings kein Heilmittel«, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin der Barmer. Cannabis helfe besonders gut bei speziellen Nervenschmerzen, die häufig stärker seien als Krebsschmerzen.

Auch die Zahl der Anträge auf Kostenübernahme cannabishaltiger Arzneimittel ist in den letzten Jahren gestiegen. Waren es 2017 noch 3.090 Anträge, folgten 2018 bereits 5.238 und 2019 dann schon 6.094. (pm)

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