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Vorsicht am Geldautomaten: Erneut Betrüger unterwegs

Sachsen. Seit Sonntagvormittag sind der Polizei wieder mehrere Fälle gemeldet worden, bei denen Unbekannte Geldautomaten verschiedenen Banken in den Landkreisen Bautzen und Görlitz manipuliert haben. Die Polizei sucht Zeugen.

Bautzen, Hochkirch, Kodersdorf, Krauschwitz, Niesky und Reichenbach: In diesen Orten haben Unbekannte insgesamt acht Geldautomaten präpariert. Sie brachten Vorrichtungen an, die im jeweils rechten Moment die Auszahlung eines gewünschten Bargeldbetrags unbemerkt verhindern sollten. Die Scheine verließen zwar den Automaten, kamen aber nicht beim Kunden an. Blieb das böse Spiel unbemerkt, war es den Betrügern schließlich ein Leichtes, das „umgeleitete“ Geld an sich zu nehmen.

„Dies gelang nach jetzigen Erkenntnissen in einem der acht Fälle“, teilt die Polizei mit. Der Geschädigte beabsichtigte an der Niederkainaer Straße in Bautzen einen Betrag von 70 Euro abzuheben. Der Ausgabeautomat spuckte jedoch scheinbar gar nichts aus, so dass der Kunde die Filiale wieder verließ. Daraufhin erbeuteten die Unbekannten die zurückgebliebenen Banknoten. Der Sachschaden an den betroffenen Automaten ist bisher nicht abschließend beziffert. Es ist nicht der erste Fall dieser Art in der jüngeren Vergangenheit. Bereits Anfang September hatte die Polizei vor manipulierten Geldautomaten gewarnt.

Nach den neuen Vorfällen begaben sich Spezialisten am Montag auf die Suche nach Spuren. Die Kriminalpolizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und die Überprüfung weiterer Geldautomaten angeregt. Die Untersuchungen dauern an. Die Polizeidirektion Görlitz rät abermals zu besonderer Aufmerksamkeit beim Abheben von Bargeld. Im Falle ungewöhnlicher Unregelmäßigkeiten ist es empfehlenswert, sich unverzüglich mit dem Personal der jeweiligen Bank oder der Polizei in Verbindung zu setzen.

Jeder, der am Sonntag an den angegebenen Orten erfolglos versucht hat, Geld abzuheben, wird ebenfalls gebeten, seine Bank beziehungsweise die Polizei zu verständigen.

Hinweise zu möglichen Tätern, Fahrzeugen, Kennzeichen oder Ähnlichem nimmt das Polizeirevier Görlitz unter der 03581 650 - 0, das Polizeirevier Bautzen unter der Rufnummer 03591 356 - 0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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Nachts im Gleisbett: Lasermessung

Dresden. Nachts werden die Bürgersteige hochgeklappt? Nicht überall. Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) ohnehin kaum, doch in der vergangenen Nacht (7. Juli) sowie der kommenden (8. Juli) gleich gar nicht. Denn in beiden Nächten ist (war) zwischen 21:30  und 6 Uhr ein merkwürdig anmutendes Gespann im Straßenbahnnetz  unterwegs. Ein Tatra-Spezialfahrzeug, das per Kuppelstange eine angehangene Mess-Lore über ausgewählte Strecken zog. Damit wollen die DVB-Fachleute feststellen, ob für die neuen Stadtbahnwagengeneration noch Anpassungen im Gleisnetz notwendig sind.  „Mit den Messungen prüfen wir, ob die neue Stadtbahn später überall durchpasst und nicht etwa an Masten, Schildern, Signalen, Pollern oder Baumästen hängenbleiben könnte“, sagt DVB-Bauplanungschef Andreas Neukirch. „Bis zur Ankunft des ersten neuen Stadtbahnwagens voraussichtlich im Spätsommer 2021 bleibt ausreichend Zeit, gegebenenfalls nötige Anpassungen vorzunehmen“.     Vor dem ersten Einsatz des Anhängers wurde die für das DVB-Gleisnetz notwendige Spurweite eingestellt und das Gespann vom Betriebsleiter technisch abgenommen. Während die Mess-Lore im Gleisnetz bewegt wird, messen Präzisionslaser laufend die Profilfreiheit der Strecke. Mit einer Spezialsoftware wird anschließend ausgewertet, ob der neue und gegenüber den heutigen Stadtbahnen etwas breitere Wagen auf den geplanten Strecken ohne Anpassungen fahren kann. Begonnen wird auf der Linie 2. Aber auch mögliche Umleitungsstrecken sowie Teile der Linien 1, 3 und 10 stehen im Fokus der aktuellen Messungen.  Die Laser erzeugen eine Punktwolke. So können die Techniker auf den Millimeter genau feststellen, ob noch ein Weichensignal umgebaut, ein Schild versetzt oder ein Baum verschnitten werden muss, damit es später zu keiner Kollision kommt. Im Prüfplan sind auch die Bahnsteigkanten. Diese wurden bereits händisch vermessen. Wenn sie für den neuen Stadtbahnwagen keine Gefahr darstellen, kann alles so bleiben. Anderenfalls werden sie bis zum ersten Einsatz der Wagen noch angepasst.  Die Mess-Lore gehört der Firma Deutzer Technische Kohle GmbH. Das Unternehmen hat bereits mehrfach im Auftrag der DVB den Schienenzustand, die Fahrleitungsanlagen oder die Haltestellen geprüft. Für die jetzt nötigen Messfahrten im DVB-Netz und die Vorbereitung der Strecke stehen den Technikern im ersten Schritt insgesamt rund 90.000 Euro aus dem Budget zur laufenden Unterhaltung der Infrastruktur zu Verfügung. Nachts werden die Bürgersteige hochgeklappt? Nicht überall. Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) ohnehin kaum, doch in der vergangenen Nacht (7. Juli) sowie der kommenden (8. Juli) gleich gar nicht. Denn in beiden Nächten ist (war) zwischen…

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