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Hygiene- und Lockerungsmaßnahmen inklusiv gestalten

Sachsen. Wie lassen sich die Belange von Menschen mit Behinderungen und chronischer Erkrankung einbeziehen? Eine Stellungnahme zu den Corona-Lockerungen der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e.V.

Mit der Öffnung auch für Urlaubsziele gehen die Lockerungen nach den weitgreifenden Corona-Beschränkungen in eine neue Runde. Damit nimmt auch die Ausweitung von Hygienemaßnahmen zu. Die Gestaltung und Umsetzung verlangen unserem Zusammenleben immer wieder viel ab. Infektionsschutz, die Wirtschaft, Vermeidung von Überlastung oder von Existenznöten, Möglichkeiten zur digitalen Entwicklung – vieles möchte gleichzeitig unter einen Hut gebracht werden.

Gerade jetzt kann sich beweisen, inwieweit die Gesellschaft bereit ist, auch die Schwächeren unter uns mitzudenken und mitzunehmen. Menschen mit Behinderungen oder chronischer Erkrankung wissen oftmals, welche Gefahr von Viren ausgehen kann. Auch für ihre eigene Gesundheit. Welche Konsequenzen das für die Gestaltung ihres Alltages hat, müssen sie aber selbst entscheiden können. Ein pauschaler Ausschluss von Risi-kogruppen zum gesunden Wohle einer vermeintlich immuneren Mehrheit, kann nicht gewollt sein!

Gefordert ist ein echtes Bekenntnis zu inklusiven Denk- und Handlungsweisen sowie die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen bzw. deren Verbände bei der Erarbeitung von Strategien. Nichts über uns, ohne uns!

Was kann das bedeuten?

1. Stellen Sie Hinweise zu Ihren Hygiene-Maßnahmen barrierefrei zur Verfügung:

o Sind Texte und Grafiken kontrastreich und groß genug für Menschen mit einer Sehbehinderung?
o Wie gelangen blinde Menschen an Hinweise und Informationen?
o Sind die Formulierungen leicht verständlich für Menschen mit Lernschwierigkeiten?
o Können Rollstuhlfahrende die Hinweisschilder visuell erreichen?
o Gibt es ggf. Informationen in Gebärdensprache?

2. Denken Sie die festgelegten Maßnahmen aus verschiedenen Perspektiven:

o Wie erreicht eine Person mit Rollator oder Rollstuhl den angedachten Desinfektionsspender?
o Welche Schwierigkeiten kann ein Spuckschutz aus Plexiglas Menschen mit vermindertem Gehör berei-ten?
o Könnten mit Folie abgehangene Bereiche zu einengenden Situationen führen?
o Wie wird vermieden, dass blinde oder sehbehinderte Menschen sich in transparenten oder milchigen Scheiben bzw. Folien nicht verfangen oder stoßen?
o Sind Abstandsmarkierungen für alle wahrnehmbar?
o Ist es wirklich jedem Menschen zuzumuten, eine Maske zu tragen? Weisen sie z.B. auf die offene Regelung durch den Freistaat hin oder passen sie ihre Formulierung an ? (https://www.coronavirus.sachsen.de)

3. Gestalten Sie mit der gleichen Denkweise Ihr Alternativangebot:

Zum Beispiel:
o Sind Einkaufswagen im Supermarkt für alle Menschen erreichbar und nutzbar?
o Ist eine Selbstbedienung im Biergarten oder Eiscafé für jeden Menschen möglich?
o Kann ein Friseur allen Menschen eine Haarwäsche anbieten?
o Für wen ist ein Online-Angebot wirklich nützlich?

4. Seien Sie mutig und zuversichtlich:

o Oft sind es die kleinen Dinge, die eine gute Wirkung erzielen können.
o Mit dem Abbau der ersten Barriere, steht einer weiteren nichts im Weg.
o Von inklusivem Denken profitieren nicht nur Menschen mit Behinderung. Es profitiert die gesamte Gesellschaft.
o Wenn Sie unsicher sind, gehen Sie auf die Menschen zu, die Sie erreichen wollen.

Wenn Sie Fragen, Anmerkungen oder Ergänzungen zum Thema haben, stehen wir Ihnen zur Verfügung. Gern vermitteln wir Ihnen einen Ansprechpartner vor Ort, um ihre Maßnahmen entsprechend anpassen zu können.

Über uns:
Die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e.V. (LAG SH Sachsen) ist ein Zusammenschluss und Dachverband regional und überregional tätiger Selbsthilfevereinigungen von und für Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung sowie ihrer Angehörigen im Freistaat Sachsen. Sie unterstützt u. a. die enge Zusammenarbeit der Behindertenvereinigungen und Selbsthilfegruppen in den Landkreisen und kreisfreien Städten. Schwerpunkte sind die Umsetzung der UN-BRK, die Mitwirkung an einer „Inklusion von unten“ sowie das barrierefreie Planen und Bauen

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Neuer Chefarzt für Chirurgie

Pirna. Dr. med. Jakob Dobroschke hat am 1. Juli die Nachfolge als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, Proktologie am Helios Klinikum Pirna von Dr. med. Judith Stiebitz angetreten. Die langjährige Chefärztin geht in ihren wohlverdienten Ruhestand. Dr. Stiebitz etablierte im Pirnaer Klinikum die moderne Viszeralchirurgie sowie die Koloproktologie und koordinierte das zertifiziertes Darmzentrum. »Wir bedanken uns bei ihr herzlich für ihr langjähriges Engagement und ihre fachliche Expertise als Chefärztin der Allgemein- und Viszeralchirurgie in den letzten 17 Jahren hier in Pirna«, so Dr. Katrin B. Möller, Klinikgeschäftsführerin im Helios Klinikum Pirna.Dr. Dobroschke wurde in Lich geboren und absolvierte sein Medizinstudium an der Universität Regensburg. Er wechselt von der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Dresden »Carl Gustav Carus« nach Pirna. Sein Ziel ist es, den Fachbereich auch in den nächsten Jahren auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln und auszubauen. Als Facharzt für Chirurgie und Facharzt für Viszeralchirurgie mit den Zusatzbezeichnungen spezielle Viszeralchirurgie und Intensivmedizin hat  er große operative Erfahrungen in allen Gebieten seiner Disziplin. Neben der Bauchchirurgie liegen die Schwerpunkte des 42-jährigen in der chirurgischen Behandlung von Darmkrebserkrankungen, in der Leberchirurgie und in minimalinvasiven Operationstechniken. »Wir freuen uns sehr, dass wir mit Dr. Dobroschke einen erfahrenen Mediziner für die Behandlung unserer Patienten in der Klinik für Chirurgie I gewinnen konnten«, sagt Dr. MöllerDr. med. Jakob Dobroschke hat am 1. Juli die Nachfolge als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, Proktologie am Helios Klinikum Pirna von Dr. med. Judith Stiebitz angetreten. Die langjährige Chefärztin geht in…

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Neuer Mitgliedsverein

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge heißt den Förderverein Voltigiersport Reit- und Fahrverein »Gestüt am Wilisch« e.V. als jüngstes Mitglied willkommen. KSB-Geschäftsführer Dietmar Wagner überreichte vor Kurzem die Mitgliedsurkunde.In dem 2017 gegründeten Verein aus Dippoldiswalde mit inzwischen rund 40 Mitgliedern bekommen insbesondere Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, beim Voltigieren Turnübungen und Kunststücke auf dem Rücken der Pferde einzustudieren. Die Nachwuchsförderung ist ein wichtiges Anliegen des Vereins. Das jüngste KSB-Mitglied arbeitet zudem eng mit dem Reit- und Fahrverein »Gestüt am Wilisch« im Kreischaer Ortsteil Lungkwitz zusammen. Vorsitzender des Fördervereins Voltigiersport Reit- und Fahrverein »Gestüt am Wilisch« e.V. ist seit Jahresbeginn  der 42-jährige Schmiedeberger Andreas Seyffarth. Er war zuvor als Fußball-Übungsleiter bei der SG Stahl Schmiedeberg aktiv, konnte dieses Ehrenamt aber aus beruflichen Gründen nicht mehr ausfüllen. Über seinen eigenen Nachwuchs kam er mit dem Förderverein Voltigiersport Reit- und Fahrverein »Gestüt am Wilisch« e.V. in Kontakt. Vor ein paar Monaten wurde Andreas Seyffarth dann zum Vorsitzenden gewählt. Nun freut er sich auf seine Aufgaben in dem neuen Verein. Weitere Ansprechpartnerin ist auch die erfahrene Schatzmeisterin Cornelia Radolf.Der aktuell 316. Verein des KSB bietet in seiner einzigen Abteilung mehrere Voltigier-Gruppen in verschiedenen Leistungsklassen an. Die jüngsten Vereinsmitglieder trainieren auf einem Gestüt in der Gemeinde Bannewitz. Die L-Gruppe und die Schritt-Gruppe sind auf einem Pferdehof im Kreischaer Ortsteil Quohren aktiv. Es gibt aktuell mehrere Trainerinnen. Der Verein ist zudem offen für weitere Übungsleiter. Einstudiert werden die Darbietungen der Voltigierer auf zwei Pferden.Der Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge heißt den Förderverein Voltigiersport Reit- und Fahrverein »Gestüt am Wilisch« e.V. als jüngstes Mitglied willkommen. KSB-Geschäftsführer Dietmar Wagner überreichte vor Kurzem die Mitgliedsurkunde.I…

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