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eSport als Alternative in der Coronakrise

Sachsen. Viele sportliche Aktivitäten, besonders in Mannschaften, sind in Zeiten von Corona vorerst zum Erliegen gekommen. Doch bietet gerade jetzt der sogenannte eSport eine Alternative, im »Online-Modus« weiterhin gemeinsam Sportwettkämpfe auszutragen.

Im Jahr 2012 gründete eine Gruppe aus Gamern »404 Multigaming«, zunächst als »Funclan«, und am 4. April 2018 schließlich als Verein in Dresden. Diese Community unter ihrem Vorsitzenden David Schramm hat sich »auf die Fahne geschrieben, den eSport in Dresden populärer zu machen und das Bewusstsein zu diesem Thema in der Bevölkerung zu schaffen beziehungsweise zu schärfen«, so  ihr Pressesprecher Alexander Schramm. 

Ihre Mitglieder kommen größtenteils aus Dresden und Umgebung. Die Mitgliedsentwicklung ist dabei auch unabhängig von Corona steigend und der Verein steht kurz davor, die 100er Marke zu knacken.

»Wir sind eine Multigaming-Community, das heißt, bei uns werden so ziemlich alle Spiele, die man mit anderen zusammen spielen kann, gezockt. Das geht von klassischen Egoshootern wie COD (Call of Duty) und Counter Strike über sogenannte MOBA‘s (Multiplayer Online Battle Arena) wie League of Legends bis hin zu Sportsimulationen wie FIFA oder dem Autoballspiel Rocket League«, erläutert Alexander Schramm.

Offline-Events

Besonders in den letzten zwei Jahren hat der Verein in Dresden und Umland eine Vielzahl an Veranstaltung – Offline wie Online – abgehalten. Dazu gehört der monatliche Gaming- und eSport-Stammtisch, der aufgrund der aktuellen Situation momentan natürlich nicht zusammenkommen kann. Zu den Offline-Events gehören auch Public Viewings sowie mit bis zu 250 Zuschauern in Dresden, mit Vereinsmitgliedern besuchte Turniere und Gaming Lounges, die zu verschiedenen Themen auch schon im UFA Kristallpalast aufgebaut worden sind.

Bar »LEVEL 44«

Für die deutschlandweit stattfindenden »Clubtreffen« der Community, welche in den letzten Jahren immer in Zentraldeutschland stattfanden, sind auch Strukturen in Dresden geplant. Dafür wird unter anderem gerade die Gaming- und e-Sport-Bar »LEVEL 44« in der Dresdner Neustadt gebaut. Die ursprünglich für den 4. April geplante Eröffnung musste aber aufgrund der aktuellen Lage verschoben werden. Angepeilt wird nun der Sommer.

Wegen Corona mehr Online

Doch auch der eSport ist von Corona nicht verschont geblieben. Obwohl er sich in der Online-Welt entwickelt hat, besteht er mittlerweile auch aus vielen Offline-Strukturen. »Viele der aktuell stattfindenden Turniere, die in einem Offline-Finale enden, finden entweder ohne Zuschauer vor Ort statt oder werden ganz abgesagt oder verschoben«, bedauert Schramm. Die Online-Erfahrungen des eSports ermöglichen es aber, dass geplante Offline-Finals per Live-Stream stattfinden können, die nun steigende Zuschauerzahlen zu verzeichnen haben.    

Über diese Strukturen kann auch der Kontakt zur Mitgliedschaft weiter gehalten werden. So sind täglich rund 150 bis 200 Nutzer über die Kommunikations-Software »TeamSpeak« verbunden.

Kontakt: www.404-multigaming.com

Roberto Rink

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