Carola Pönisch

Erste Corona-Erkrankte an Uniklinik mit Remdesivir geheilt

Die erste am Universitätsklinikum Dresden mit dem antiviralen Wirkstoff Remdesivir behandelte COVID-19 Patientin konnte  entlassen werden. Jenny Fischer, eine 53-jährige Krankenschwester aus Niesky, wurde knapp drei Wochen auf der Intensivstation der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie behandelt und musste davon sieben Tage maschinell beatmet werden.

Weil sich der Zustand der Patientin unmittelbar nach der Verlegung aus einem Görlitzer Krankenhaus drastisch verschlechtert hatte, entschieden sich die Intensivmediziner des Uniklinikums für die Gabe des derzeit nur in Rahmen von Studien anwendbaren Remdesivir. Dieses ursprünglich gegen das Ebola-Virus entwickelte Medikament hat bei COVID-19-Patienten positive Effekte gezeigt: Es milderte schwere Verläufe ab und verkürzte die Zeitspanne intensivmedizinischer Versorgung.

„Ich war immer für andere da und bin wie meine Mutter ein Stehaufmännchen. Dass das Corona-Virus jemanden wie mich, der vorher keine gesundheitlichen Probleme hatte, so schwer erkranken lässt, hätte ich nicht geglaubt", erzählt die 53-Jährige. "Vor der Verlegung nach Dresden hatte ich durch meine Atemprobleme Todesangst. Ich kann die Menschen nicht verstehen, die sich nicht vor dem Corona-Virus schützen oder die Krankheit herunterspielen“, sagt Jenny Fischer, als ihr das Ärzteteam vor ihrer Entlassung die CT-Bilder ihrer Lunge vom Tag der Verlegung ins Uniklinikum zeigen. Die Entzündungsreaktion auf das Virus SARS CoV2 hatte mehr als die Hälfte ihrer Lunge befallen, was sie in Lebensgefahr brachte. Eine lebensgefährliche Diagnose. 16 Tage später macht Jenny Fischer nun regelmäßig Atemübungen, die in den kommenden Wochen in einer Rehaklinik intensiv fortgesetzt werden: „Ich hoffe, dass ich bald wieder als Krankenschwester arbeiten kann.“

  Das ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelte Medikament gilt als ein mögliches Therapeutikum, um schwere SARS-CoV2-Infektionen zu behandeln. US-Amerikanische Aufsichtsbehörden haben den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern per Ausnahmegenehmigung freigegeben. Basis dafür war eine klinische Studie, die nachweisen konnte, dass die Gabe von Remdesivir bei COVID-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann. In Deutschland ist das Mittel innerhalb eines vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestätigten Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wird in klinischen Studien getestet, an denen sich auch das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden beteiligt.

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Ein Durchhalte-Bonbon zum Tag des Nachbarn

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Seniorin stirbt bei Unfall - Polizei sucht Zeugen

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