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Eine Verbeugung vor Lene Voigt

Sachsen. Ilse Bähnert ist die Paraderolle von Tom Pauls (58). Doch der Mime hat sie nicht erfunden. Frau Bähnert stammt aus der Feder der sächsischen Mundartdichterin Lene Voigt (1891-1962).

Tom Pauls und Lene Voigt scheinen wie für einander geschaffen. Als ihm seine Großeltern das erste Mal Texte von ihr vorlasen, war er sechs Jahre.

Er war beeindruckt von dieser starken, eigenwilligen und talentierten Frau, die im Leben durch viele Schicksalsschläge gebeutelt wurde. Sie verlor ihr Kind, ihre Ehe scheiterte, ihr Liebhaber starb. Sie floh aus Sachsen, landete später in der Psychiatrie, die sie, obwohl genesen, in der DDR nicht mehr verließ.

Das Schreiben, ihre heiteren und optimistischen Verse, mit denen sie sich immer wieder auf die Seite der Schwachen stellt, gab ihr Lebensmut. Es war ein »Überleben mit Humor«.

Keiner formte deutsche Klassiker so gut in Mundart wie sie. Die Nazis verunglimpften das Sächsische Lene Voigts als »unheldisch und jüdisch« und verboten es 1936 als einzige deutsche Mundart.

Dieses Schicksal ließ Tom Pauls nicht mehr los. Er hat zusammen mit Peter Ufer eine Biografie unter dem Titel „Meine Lene" geschrieben.

Mit dem Buch und der Ausstellung im Tom-Pauls-Theater verneigt sich Tom Pauls vor der Schriftstellerin und Dichterin, das Buch soll »ihr ein Denkmal setzen«.

Tom Pauls hat Lene Voigt, die das Sächsische zelebrierte, viel zu verdanken. Er hat ihren »Glassiggern« zu einer Renaissance verholfen. Seit den 1990er Jahren gehört er zu den besten Interpreten ihrer Literatur, ihrer Mundartgedichte, Lieder und Sketche und ihres hintersinnigen sächsischen Witzes. »De Gogosbalme ist für mich das schönste Gedicht. Deshalb ziert sie auch unseren Stifterbrief«, verrät der Schauspieler. Mit dem und einer Fördermedaille wird das Buchprojekt finanziert. Auch die renitente Rentnerin Ilse Bähnert stammt von Lene Voigt. »Ich musste sie nicht erfinden, habe sie nur lebendig gemacht, auf die Bühne und ins Fernsehen gebracht«, sagt Tom Pauls. Sachsens gewitzteste Witwe ist heute Kult. Und die Bähnerten wurde zum Inbegriff des sächsischen Humors.

Anderthalb Jahre hat Tom Pauls an der Biografie akribisch gearbeitet, Archivmaterial gesichtet, ihre Krankenakten durchforstet, Wohn- und Arbeitsorte besucht. In der Ausstellung in einem separat eingerichteten Zimmer neben dem Peter-Ulrich-Saal sind jetzt auch Raritäten wie Original-Handschriften oder Bücher aus alter Zeit zu sehen.

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Von den Weinfesten sicher nach Hause

Meißen. Ihre traditionellen Weinfeste feiern Radebeul und Meißen dieses Jahr in neuer Form: Die Feierlichkeiten am Wochenende 25. bis 27. September ziehen sich durch die gesamten Stadtgebiete bis hin zu Weingütern und Weinbergen. „Für die bequeme Heimreise fahren im Auftrag des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) zusätzliche S-Bahnen Richtung Dresden und Pirna“, sagt Lutz Auerbach, Leiter der Verkehrsabteilung im VVO. „Darüber hinaus setzt die Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) mehr Busse ein.“ Am Weinfestwochenende verkehren in den Nächten von Freitag zu Samstag und Samstag zu Sonntag zusätzliche S-Bahnen der S 1 zwischen Meißen, Radebeul, Dresden und Pirna. „Die S-Bahn fährt ab Meißen-Altstadt bis 23.19 Uhr alle 30 Minuten“, erläutert Stephan Naue, Leiter Produktmanagement Sachsen bei DB Regio Südost. „Anschließend starten noch vier weitere S-Bahnen ab dem Haltepunkt in der Meißner Altstadt um 23.45 Uhr, 0.19 Uhr, 0.53 Uhr sowie 1.53 Uhr elbaufwärts.“ Ab Radebeul-Kötzschenbroda fahren die Züge jeweils circa 15 Minuten später ab. Darüber hinaus werden viele Züge der S 1 um einen weiteren Wagen verstärkt. Die Verkehrsgesellschaft Meißen verbindet mit zusätzlichen Busfahrten die Veranstaltungsorte in Radebeul: Die Linie 400 fährt zwischen Radebeul-Kötzschenbroda und Dippelsdorf, im 30-Minuten-Takt, auch die Stadtlinie 475 fährt alle halbe Stunde. Die Linie 476 wird auf einen Stundentakt verdichtet. Am Freitag und Samstag fahren die Busse bis gegen 23.30 Uhr. „Damit die Besucher in Meißen bequem zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten pendeln können, verkehren die Meißner Stadtverkehrslinien A, B und C bis nach Mitternacht“, sagt Jens Dehnert, Geschäftsführer der VGM. „Die Linie 401 fährt ebenfalls länger und wird am Wochenende im Stundentakt sowie bis Proschwitz fahren. Die Linie 421 verkehrt ebenfalls stündlich und wird über den Busbahnhof und die Altstadtbrücke bis zum Rothen Gut verlängert.“ Detaillierte Informationen zu Fahrplan und Tarif gibt es in allen Servicestellen der Unternehmen im Verbund, im Internet unter www.vvo-online.de und www.vg-meissen.de, per Handy unter www.vvo-mobil.de und an der InfoHotline des VVO täglich unter 0351/ 852 65 55.Ihre traditionellen Weinfeste feiern Radebeul und Meißen dieses Jahr in neuer Form: Die Feierlichkeiten am Wochenende 25. bis 27. September ziehen sich durch die gesamten Stadtgebiete bis hin zu Weingütern und Weinbergen. „Für die bequeme Heimreise…

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