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Eggerts SachsenWind – Wider die Bürokratie

Sage einer, Finanzminister lieferten keine guten Nachrichten, wohingegen sie mit schlechten, etwa über Steuern und Abgaben, regelmäßig die Zeitungsspalten füllten. Sachsens Kassenwart  Matthias Haß (CDU) hat es jüngst andersherum versucht – wenngleich für das Thema nur wenige Zeitungszeilen verwendet wurden, und das nicht auf Seite 1, sondern deutlich weiter hinten. Dabei hätte die Nachricht eine bessere Platzierung verdient: Haß will einen Bürokratieberg abtragen, der Bürgermeister oder auch Privatleute zuweilen zur Verzweiflung treibt, Bauvorhaben verzögert und die Kosten steigert – die Rede ist vom Fördermittel-Wesen.

Nach den Plänen des Finanzministers stünden künftig denjenigen weniger Hürden im Weg, die an Fördergeld heran kommen wollen. Beispielsweise soll dann schon mal mit dem Bau einer Straße, eines Sportplatzes oder eines Kindergartens begonnen werden dürfen, ehe die einschlägigen Papiere endgültig mit Unterschrift und Stempel versehen sind. Gut so.

Doch ob der kühne Plan tatsächlich im wirklichen Leben Wirkung zeigen kann, steht dahin. Zuvor nämlich ist eine Lebensaufgabe zu bewältigen: Die Zahl der Richtlinien, die zu ändern oder zu beseitigen sind, beläuft sich auf nicht weniger als – 140.

Ihr Hans Eggert

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Friedrichstadt hat eine neue "Grüne Raumkante"

Dresden. Die Schäferstraße mitten in Friedrichstadt ist in diesem Frühjahr ein Stück weit attraktiver geworden. Die verwilderten Brachflächen zwischen Adler- und Institutsgasse sind einer sogenannten "Grünen Raumkante" gewichen. Auf dem 310 Meter langen Abschnitt wurden in den vergangenen Monaten eine Allee aus 65 Tulpenbäumen gepflanzt, es gibt nahe der Haltestelle Koreanischer Platz zwei kleine Hochbeete mit blühenden Pflanzen und zwei Bänke. Die Grüne Raumkante sieht nicht nur gut aus, "sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und mildert den Lärm ab", sagt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. Bis zum zweiten Weltkrieg war die Schäferstraße beidseits  mit gründerzeitlichen Mietshäusern bebaut. Während stadteinwärts rechtsseitig in den 1970er Jahren Plattenbauten entstanden, blieb die linke Seite der Einfallstraße ins Stadtzentrum viele Jahre im ruinösen Zustand. Erst Ende der 1980er Jahre wurde die verfallenen Gebäude an der Nordseite zwischen Weißeritzstraße und Institutsgasse gesprengt, um Platz zu schaffen für Neubauten - die aber nie gebaut wurden. Stattdessen entstanden Wildnis und Autohandel auf der Grünen Wiese. Sanierungsgebiet Friedrichstadt  Seit 2004 gehört die historische Friedrichstadt zu den Dresdner Sanierungsgebieten. Bis 2022 werden rund neun Millionen Euro ins Gebiet fließen. Neu gestaltet und deutlich aufgewertet wurden bereits der Hohenthalplatz, der Koreanische Platz (Haltestelle und ehemaliger domäne-Parkplatz), an der Roßthaler Straße entstand ein Freizeitpark mit Skateranlage und auf der Berliner Straße der schicke Spielplatz "Notruf Zentrale 112". In wenigen Tagen werden der Stadtgarten am Alterthafen und ein Grünzug an den Menageriegärten eingeweiht. Die Zahl der Friedrichstadt-Bewohner nahm seit 2003 um 70 Prozent zu, es entstanden außerdem 600 neue Wohnungen.Die Schäferstraße mitten in Friedrichstadt ist in diesem Frühjahr ein Stück weit attraktiver geworden. Die verwilderten Brachflächen zwischen Adler- und Institutsgasse sind einer sogenannten "Grünen Raumkante" gewichen. Auf dem 310 Meter langen…

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