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Eggerts SachsenWind – Weiße Flotte

Ob es Meißner, Dresdner, Pirnaer oder Bad Schandauer gibt, die sich vorstellen, sogar achsel-zuckend die Tatsache hinnehmen könnten, dass es auf der Elbe keine "Weiße Flotte" mehr gibt? Kaum.

Seit 1836 fahren dampfende, später auch dieselblubbernde, weiße oder grün/braun/weiße Fahrgastschiffe durchs Elbtal. Biegt eines langsam um eine Flusskurve, kündigt eine Sirene an, dass die "Rathen" oder die "Dresden" oder ein anderes der neun Schiffe der heutigen Sächsischen Dampfschiffahrts GmbH heranschippert, bleiben Spaziergänger auf Brücken oder auf der Brühlschen Terrasse stehen und warten, bis "der Kahn" vorübergezogen ist oder angelegt hat. Und für viele Touristen ist es ein Muss, Fotos von den "Elbdampfern" mit nach Hause zu nehmen. Keine "Weiße Flotte" mehr? Undenkbar!

Um so mehr verwundern mussten jüngst Schlagzeilen, die vermuten ließen, dass es mit dem dauerhaften Dampfer-Betrieb Probleme gibt. Wie oft geht es dabei ums Geld, in diesem Fall um fehlendes. Und auch um die Frage, was die Verantwortlichen zu Anfang der 1990er geritten haben mag, aus dieser traditionsreichen - ja: Kulturinstitution ein privates Unternehmen mit 500 (!) Kommanditisten zu machen. Es war wohl der damals waltende Wahn, privat sei immer gut.

Ihr Hans Eggert

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