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Eggerts SachsenWind – Vom Chor-Singen

Sachsen. Die wöchentliche Kolumne von Hans Eggert

Wissen Sie, was eine »gewohnheitsrechtliche Diskriminierungserlaubnis« ist? Nun ja, vermutlich ist der Kreis derer ziemlich übersichtlich, die damit etwas anzufangen wissen. Eine Berliner Rechtsanwältin zeigt sich deshalb entschlossen, Leuten ohne juristische Seminar-Erfahrung nahe zu bringen, was es bedeutet, wenn gewohnheitsmäßig diskriminiert wird: Sie ist angetreten, für ihre Tochter das Mitsingerecht in Knabenchören einzuklagen – etwa bei den Thomanern oder den Kruzianern.

Beide Chöre, in aller Welt als Botschafter sächsischer Musiktradition gerühmt, sind nach Meinung der Rechtsanwalts-Mutter geradezu Ausbund jahrhundertelanger Diskriminierung, welchselbige heutzutage so keinesfalls hingenommen werden könne: Dass da nur Jungs und junge Männer singen dürfen.
Immerhin: Ein Verwaltungsgericht zeigte zumindest Ansatzweise Verständnis für das Ansinnen der Frau Mama. Worauf die Leipziger Kulturverwaltung deren Tochter zum Vorsingen zuließ. Möglicherweise in der Annahme, das arme Kind werde rein musikalisch vor dem Thomaskantor nicht bestehen – ein Knabenchor-Klang ist schließlich ein besonderer. Was wohl schon ein früherer Thomaskantor so sah. Doch bitte: Johann Sebastian Bach ist seit knapp 270 Jahren tot...

Ihr Hans Eggert

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Aufruf zum Ideenwettbewerb Kulturelle Heimat Lausitz

Südbrandenburg. Der Strukturwandel der Lausitz ist auch ein kultureller Wandel. In einem ersten Schritt schreibt deshalb das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) einen Ideenwettbewerb unter dem Titel »Kulturelle Heimat Lausitz« aus. Damit sollen im Rahmen des Sofortprogramms der Bunderegierung zur Stärkung der Braunkohleregionen die Kunst- und Kulturakteure in der Lausitz unterstützt und erste Zukunftsperspektiven entwickelt werden. Mit dem Förderprogramm »Ideenwettbewerb Kulturelle Heimat Lausitz« sollen in den Jahren 2020 bis 2021 Kulturprojekte und Kulturprojektideen gefördert werden, die auf eine mittel- und langfristige Strukturentwicklung der Lausitz-Kulturen gerichtet sind. Gefördert werden sollen daher insbesondere solche Vorhaben und Ideen, die landkreisübergreifend angelegt sind, die Vernetzung verbessern und die Sichtbarkeit der Lausitzer Kulturlandschaft befördern. Das Förderprogramm ist für alle Sparten und Themen der Kultur offen. Außerdem sind ausdrücklich auch spartenübergreifende und interdisziplinäre Projekte willkommen. Es können Anträge mit einem Förderbedarf von 2 000 bis maximal 150 000 Euro eingereicht werden. Der ausgefüllte und unterschriebene Antrag inklusive aller Anlagen ist bis zum 14. August 2020, 18 Uhr, per E-Mail an kontakt@kulturwettbewerb-lausitz.de zu senden. Zusätzlich sind die Unterlagen bis 14. August 2020 (Poststempel) an folgende Adresse zu senden: IBA-Studierhaus Lausitzer Seenland e.V., Kulturwettbewerb, Seestraße 84-86, 01983 GroßräschenDer Strukturwandel der Lausitz ist auch ein kultureller Wandel. In einem ersten Schritt schreibt deshalb das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) einen Ideenwettbewerb unter dem Titel »Kulturelle Heimat Lausitz«…

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