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Eggerts SachsenWind – Schwarzrotgrün

Wir wollen nicht spekulieren, wieviele Sachsen je in Kenia gewesen sind. Da Sachsen aber nun von einer »Kenia-Koalition« regiert wird, dürfte mancher zumindest nachschauen, wo Kenia liegt und was Sachsen und Kenia gemeinsam haben. Nicht viel – allein die Landesfarben Kenias sind im Spiel: Schwarzrotgrün. Tja, und da künftig CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen am Dresdner Kabinettstisch sitzen, haben wir es eben mit einer Kenia-Koalition zu tun.

Solch blumige Bezeichnungen – es gibt derzeit u.a. Jamaika-, Deutschland- und Kiwi-Koalitionen – dürften der Hoffnung entsprungen sein, die politische Farbenlehre für uns Normalbürger griffig zu machen. Ob das so wirkt, sei dahingestellt. Schief geraten politische Farbvergleiche für Koalitionen allemal. Diese nämlich setzen Kompromisse voraus. Leuchtend echte Farben kommen da selten raus, eher Grautöne aller Art.

Was Ministerpräsident Michael Kretschmer wohl dazu veranlasste, die Erwartungen an seine neue Regierung zu dämpfen: Im Vergleich zu 1990 seien die heutigen Herausforderungen »vergleichsweise klein«. Da liegt er richtig. Doch weil wir gerade mit schiefen Bildern hantieren: Er wird, um annähernd erfolgreich zu regieren, dennoch ein Gemüt wie ein Schaukelpferd brauchen.

Ihr Hans Eggert

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Mehr Forstpersonal gefordert

Oberspreewald-Lausitz. Immer mehr heimische Bäume könnten Dürren, Stürmen und Schädlingen zum Opfer fallen – wenn nicht deutlich mehr für den klimagerechten Umbau der Wälder getan wird. Davor warnt die Gewerkschaft IG BAU und fordert zusätzliches Forstpersonal auch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. „Die  Brandenburger Landesregierung plant, die Situation aufwendig durch ein externes Unternehmen zu evaluieren. Aber neue Stellen sind bisher nicht in Aussicht. Hinzu kommt, dass aktuell sogar 90 Försterstellen unbesetzt sind“, kritisiert die Bezirksvorsitzende der IG BAU Südbrandenburg, Regina Grüneberg. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums dürften in Brandenburg 2018 bis 2020  insgesamt rund 5,7 Millionen Kubikmeter Schadholz anfallen. Extreme Wetterlagen und Schädlinge wie der Borkenkäfer werden demnach bis Jahresende eine Waldfläche von 6.800 Hektar vernichtet haben. „Auch wenn zuletzt mehr Regen fiel als in den Vorjahren, bleibt die Lage für die Bäume dramatisch. Neben den besonders anfälligen Monokulturen aus Fichten und Kiefern trifft es mittlerweile sogar die Buche“, so Grüneberg. Diese seit Jahrtausenden in Deutschland heimische Art leide zunehmend unter ausgetrockneten Böden und Pilzbefall. Um die Wälder für den Klimawandel zu wappnen, müssten zusätzliche Mischwälder angelegt und resistente Baumarten angeplanzt werden. „Das aber ist eine Mammutaufgabe, für die es viel mehr Förster und Forstwirte braucht als bislang. Betriebe sollten deshalb auch mehr ausbilden und Azubis übernehmen“, betont die Gewerkschafterin. Der Nachholbedarf beim Waldumbau sei enorm, wie die letzte Bundeswaldinventur zeige. Danach machen Nadelbäume – ein Großteil davon in Monokulturen – drei Viertel der rund eine Million Hektar Wald in Berlin und Brandenburg aus.Immer mehr heimische Bäume könnten Dürren, Stürmen und Schädlingen zum Opfer fallen – wenn nicht deutlich mehr für den klimagerechten Umbau der Wälder getan wird. Davor warnt die Gewerkschaft IG BAU und fordert zusätzliches Forstpersonal auch im…

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