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Eggerts SachsenWind – Olympia

Mit Olympischen Spielen hat Sachsen so seine Erfahrungen – mit nicht zustande gekommenen. Leipzig hatte sich für die Sommerspiele 2012 beworben, zuvor sogar den nationalen Wettbewerb gewonnen, dann aber bei der Abstimmung im Internationalen Olympischen Komitee deutlich verloren.

Deshalb verwundert es nicht, wenn die Reaktionen aus Sachsen auf den jüngsten Vorschlag, sich gemeinsam mit Thüringen und Bayern um die Winterspiele 2030 zu bewerben, eher zurückhaltend ausfallen. Denn Leipzig landete vor gut 15 Jahren nicht wegen der Qualität der Bewerbung unter »ferner liefen«, es zeigte sich, dass am Ende »Randbedingungen« den Ausschlag für London gaben: ein weltstädtisches Verkehrsnetz, zwei Flughäfen in der Nähe der Olympiastätten, Hotelplätze ohne Ende.

Aber bitte – wir sollten über die neueste Olympiabewerbungsidee nicht gleich meckern und aufzählen, was alles dagegen spricht, in den bayerischen Alpen, in Oberhof, Oberwiesental und Altenberg olympische Wettbewerbe auszutragen – Bedenkenträger gleich zu welchem Projekt gibt’s ohnehin genug. Wie wollen lieber den Chef der Leipziger Bewerbung zitieren: Das neue Projekt sei nicht unkompliziert, sagt Wolfram Köhler, »aber mit viel Geld machbar«. Da wissen wir also, worum es geht.

Ihr Hans Eggert

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