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Eggerts SachsenWind – Ohne Plakate?

Es ist Urlaubszeit, und seit Wochen gibt es kaum einen Tag, der eine kühle Atempause bietet – doch was soll’s: Der Alltag fordert seinen Tribut. Auch wenn das schweißtreibend ist. Der politische Alltag zumal – schließlich sind für den 1. September Landtagswahlen angesetzt, Wetter hin oder her.

Also ziehen seit dem 31. Tag vor der Wahl hunderte Kandidatenhelfer und die Kandidaten los, um auf ihre Parteien, Wählerinitiativen und auf sich selbst hinzuweisen. Mit Plakaten. Allein in Dresden werden am Ende grob gerechnet rund 60.000 an Laternenmasten und  Straßenbäumen hängen, oft übereinander, weil es an freien Werbeplätzen mangelt. Immerhin dürfen nicht alle Bäume und Masten behängt werden. Baumstämme unter 15 Zentimetern Durchmesser sind zu verschonen, auch muss zu Kitas, Schulen, Jugendeinrichtungen und Behörden mindestens ein Abstand von 20 Metern gehalten werden. Das ist hierzulande klar geregelt.

Unklar ist nur, welchen Sinn das Ganze macht. Brauchen die Bürger tatsächlich diesen Werbeschwall für ihre Wahlentscheidung? Werden sie damit besser informiert? Oder angeregt, wählen zu gehen? Zweifel sind angebracht. Doch eine Wahl ohne Plakatmassen und stattdessen mit massenhaften Wahlgesprächen? Was soll das denn?

Ihr Hans Eggert

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