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Eggerts SachsenWind – Neujahrsbegrüßung

In Leipzig hatten sich während der Silvesternacht etwa 1000 Menschen versammelt, um, wie es hieß, »das neue Jahr zu begrüßen«. Dass zu dieser Feier auch Polizeibeamte erschienen, konnte niemanden wundern – es hat wiederholt öffentliche Silvesterfeten ohne Polizei gegeben, was, als dieselben nicht gänzlich friedlich verliefen, zu Rücktritten von Innenministern und Polizeipräsidenten, zumindest zu heftiger Kritik an den Polizeioberen führte.

Auch sahen einige der zu Leipzig Feiernden, so Beobachter, manches als friedlich an, was gemeinhin nicht wirklich als »friedlich« bewertet wird – den Beschuss von Autos oder von Polizisten mit Böllern etwa. Weshalb die Polizei glaubte, ab und an für Ordnung sorgen zu müssen. Und weshalb ihr später von sachkundiger Oppositionsseite »eskalierende Einsatztaktik« vorgeworfen wurde. Und sogar: »Ekelhafte Polizeigewalt, Überrennen Unbeteiligter, kalkulierte Provokation«. Natürlich »ohne Rücksicht auf Verluste«.

Und Verluste (in Form von Verletzungen) gab es. Nein, nicht bei den Feiernden, bei den Polizisten. Einer wurde gar not-operationsreif geschlagen. Was sicher ein wenig übertrieben war, aber auch verständlich. Wo sich der Mensch doch ungern stören lässt. Beim Neujahrsbegrüßen.

Ihr Hans Eggert

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Gedenken auch in Hohnstein

Hohnstein. Zum gestrigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus kamen auf Einladung von Bürgermeister Daniel Brade und der Stadt Hohnstein auch zahlreiche Bürge, um hier am Mahnmal der Opfer zu gedenken. Gedenkende Worte sprach Klaus Fiedler von der SPD-AG Elbe-Labe, der mit seinem Roma-Freund  Miroslav Grajcar aus D??ín an der Ehrung in Hohnstein teilnahm. Klaus Fiedler erinnerte auch an den Leidensweg der Sinti und Roma, an die 500.000, die durch die menschenverachtende Rassenlehre Hitlerdeutschlands u.a. im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet wurden. Vergessen dürfe man auch nicht, dass im Monat März vor 87 Jahren, also 1933, hier in Hohnstein  eines der ersten KZ Deutschlands entstand. Bürger mit demokratischer Gesinnung, die für die Würde des Menschen eintraten, wurden hier in der Burg Hohnstein unter unmenschlichen Bedingungen und  Misshandlungen durch die SA eingesperrt. 140 Menschen starben hier. „Ich erinnere,“ so Klaus Fiedler,  „dass der erste Häftling auf der Burg Hohnstein der Sozialdemokrat und Herbergsleiter Konrad Hahnewald war, der den Mut besaß der SA die Stirn zu bieten und  das Hissen der Hakenkreuzfahne auf der Burg Hohnstein verweigerte.“ Einen Schlussstrich unter das Erinnern darf es nicht geben!! Dank an die Stadt Hohnstein, Bürgermeister Daniel Brade, die Bläsergruppe von Hohnstein und allen die gekommen waren und die Opfer ehrten. (caw/fi)Zum gestrigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus kamen auf Einladung von Bürgermeister Daniel Brade und der Stadt Hohnstein auch zahlreiche Bürge, um hier am Mahnmal der Opfer zu gedenken. Gedenkende Worte sprach Klaus Fiedler von der…

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