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Eggerts SachsenWind – Kugelschreiber

Unlängst räsonierte der SachsenWind-Schreiber über den Wahlplakatewald, der sich derzeit übers Land ausbreitet, und äußerte angesichts der bedruckten Papiermassen ökologische Bedenken. Nun muss er sich von einigen wahlkämpfenden Parteien belehren lassen: Sie achten bei der Produktion wahlwerbender Mittel sehr wohl aufs Klima und auf Umweltfreundlichkeit.

Voran die Grünen. Plastebeutel oder Kugelschreiber gibt’s nicht mehr, dafür Luftballons aus Naturkautschuk oder vegane Kondome. Auch wird Blumensamen verteilt, auf dass es möglichst bis zur Wahl im Freistaat grünt und blüht. Und grün gedruckt wird auf recyceltem Papier.

Auch die CDU macht’s umweltbewusst – keine Plastebeutel, dafür wiederverwendbare Papiertüten. Bei der SPD gibt‘s statt Plaste- die beliebten Jutebeutel, dazu Trinkbecher aus Maisstärke, bei der FDP setzt man allgemein »auf nachhaltige Wahlwerbung«. Einzig die AfD tanzt aus der Reihe: Da das Klima sich nach deren Erkenntnissen unabhängig von menschlichem Tun wandle, werden nach wie vor plastene Kugelschreiber unters Wahlvolk gebracht.

Allerdings wäre dabei zu bedenken: Plaste entsteht auf Erdölbasis. Und Öl ist irgendwie endlich. Doch bitte – bis zur Landtagswahl reichen die Ölreserven allemal.

Ihr Hans Eggert

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