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SachsenWind – Bremer Stadtmusikanten

Die Mitglieder des Auer Zoo-Fördervereins können aufatmen – sie haben sich nicht schuldig gemacht, über Facebook pornografische Fotos verbreitet zu haben. Doch die Sache war knapp. Denn zuvor hatten die Sittenwächter des Netzwerkes ziemlich harsch reagiert. Und zwar auf eine vom Verein geschaltete Anzeige, mit der für den Besuch des Zoos geworben wurde – unter anderem mit Fotos zweier jugendlicher Hausschweine und zweier ausgewachsener Esel.

Das Problem: Die Hausschweine traten so auf, wie sich Hausschweine in der Öffentlichkeit gemeinhin zeigen, also irgendwie nackt. Und obendrein waren sie in einem Augenblick abgelichtet worden, da ein Schwein spielerisch auf den Rücken des anderen steigt – die Situation mutet verfänglich an.

Da auch die Esel ein Bild zweideutiger Annäherung boten, verschwand die Anzeige in den Facebook-Keller – der moralischen Sauberkeit wegen. Als die wackeren Zooförderer daraufhin protestierten, bekamen sie eine entschuldigende Erklärung und ihre Anzeige wieder zu sehen. Alles gut? Nur was passiert, wenn die Tierablichtungen den aufgeweckten Nachwuchs zu verfänglichen Fragen animiert? Na klar – da könnte das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten ins Spiel kommen. So man das noch kennt.

Ihr Hans Eggert

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