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Eggerts SachsenWind – Blockade

Göttingen liegt in Niedersachsen, aber immerhin: Thomas de Maizière ist, wenngleich nicht in Sachsen aufgewachsen und nicht sächselnd, mittlerweile durchaus Sachse. Er lebt in Sachsen, war hier Landesminister, ehe er unter anderem Bundesinnenminister wurde und das bis 2018 blieb. Und er vertritt den Wahlkreis Meißen als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag. Es gehört also durchaus in die Rubrik »SachsenWind«, was ihm neulich in besagtem Göttingen widerfuhr.

De Maizière war dorthin eingeladen, um über sein Buch »Regieren« zu sprechen – eine Rückschau auf sein politisches Leben als, das wird aus jedem Satz klar, prinzipienfester Demokrat. Doch »Aktivisten«, die sich »antifaschistisch« nennen, blockierten den Zugang zur Veranstaltung, attackierten, wie zu hören, deren Organisator auch »körperlich«, die Polizei zeigte sich überfordert, die Lesung wurde abgesagt.

Das sahen die »Antifaschisten« als Sieg der »Zivilgesellschaft«, den »die Rechten« nun für ihre Zwecke instrumentalisieren würden. Niedersachsens Innenminister (SPD) sprach hingegen von einem »Bärendienst an der Demokratie«. Doch warum so zahm? Ist es antifaschistisch, sich faschistischer Methoden zu bedienen, um einen Demokraten am Sprechen zu hindern?

Ihr Hans Eggert

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