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Eggerts SachsenWind – Aussichtstürme

Gleich wie Sachsens Regierung künftig aussehen, auf welche politischen Kräfte sie sich im Landtag stützen kann – das Regierungsprogramm wird in jedem Fall ein Kapitel zum Thema »Kohleausstieg und Strukturwandel« enthalten müssen.

Denn da sind dringend Fragen zu beantworten. Danach, welche Arbeitsplätze die in der Braunkohle ersetzen, wie dereinst die Wirtschaft der vom Kohleausstieg betroffenen Regionen, also der Niederlausitz und Mitteldeutschlands, beschaffen sein sollen, überhaupt: Wohin sich die Regionen entwickeln müssen, aus denen heute in immer noch nennenswertem Umfang Energie aus Braunkohle ins deutsche Netz geliefert wird.

Ideen sind bislang allerhand geliefert worden, und viele davon zielen tatsächlich auf neue Indus-trien, Infrastrukturen, Bildungs- oder Forschungseinrichtungen dort, wo Arbeitsplätze wegfallen werden. Manche dieser Ideen haben allerdings ziemlich speziellen Charakter. Im sachsen-anhaltinischen Naumburg etwa soll das zugegeben arg verwitterte Fassaden-Gestein des Doms wieder in einen Zustand hellen Strahlens versetzt werden. Auch in Sachsen irrlichtern vergleichbare Vorhaben – der Bau von Aussichtstürmen inklusive. Ob die als Leuchttürme der Zukunft durchgehen, darf aber bezweifelt werden.

Ihr Hans Eggert

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Zimmis Einwurf – Wenn Leistung durch den Magen geht…

Dresden. Die großen Bayern hatten schon im November 1973 Angst vor den ausgezeichnet ausgebildeten Köchen im damaligen Interhotel NEWA. Sie reisten erst Stunden vor dem Spieltag an. Weil Uli Hoeneß in Leipzig als Akteur der U-18-Auswahl der BRD schon mal Dünnpfiff hatte. Zusammen mit Paul Breitner. 1985 in Wien muss auch was im Kaffee gewesen sein. Behauptet noch heute Atze Döschner, denn er hatte damals Tee getrunken vor der 0:5-Partie gegen Rapid im Viertelfinale. Ein Jahr später beim berühmten 3:7 in Uerdingen ging ebenfalls in der zweiten Hälfte nach 3:1-Vorsprung nichts mehr. Und am Sonntag schlich sich wieder mal etwas Seltsames ein in die Hirne der mit zwei Toren führenden Dynamos. Angeblich waren ihre Körper geschwächt von einem Virus. Ein Glück, dass wenigstens Trainer Cristian Fiél zugab, gemeinsam mit seinen Jungs gegessen und nichts gespürt zu haben. Wer unbedingt will, darf freilich an einer saftigen Verschwörungstheorie basteln. Vielleicht war es aber auch nur die Leere in den Köpfen nach der wieder einmal Einbuße von zwei wichtigen Punkten tief im Westen. Da haut man schon mal so einen Spruch raus. Aus Enttäuschung versteht sich. Die Dresdner kommen einfach da unten aus dem Keller nicht raus. Mit einer 2:0-Führung beginnt sofort der Magendruck. Vielleicht doch alles eine Frage der Psyche und nicht des Essens? Ansonsten muss noch ein guter Koch her. Ihr Gert Zimmermann Die Video-Kolumne "Zimmis Grätsche", von und mit Gert Zimmermann, gibt's >>HIER<<Die großen Bayern hatten schon im November 1973 Angst vor den ausgezeichnet ausgebildeten Köchen im damaligen Interhotel NEWA. Sie reisten erst Stunden vor dem Spieltag an. Weil Uli Hoeneß in Leipzig als Akteur der U-18-Auswahl der BRD schon mal…

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