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Eggerts Ostwind – Wie reisen?

Wer morgens Deutschlandfunk hört, erfährt regelmäßig, wie arm dran diejenigen sind, die um Köln, im Ruhrgebiet, in der Münchner oder Stuttgarter Gegend per Auto reisen. Dort scheint es keine Straße von einiger Bedeutung zu geben, die zwischen sechs und neun Uhr staufrei wäre. Zuweilen aber kann auch der Verdacht wachsen, die Redakteure mit Sitz im tiefen Westen blendeten ostdeutsche Stausorgen aus.

Der ADAC-Staureport für 2018 bestätigt das nicht: Tatsächlich wird ein Großteil der statistisch gesehen jährlich 459.000 Stauaufenthaltsstunden der Autolenkerinnen und -lenker auf nordrhein-westfälischen, baden-württembergischen und bayerischen Pisten verbracht, wobei jedoch angemerkt wird, auch der Osten habe wachsende Stausorgen.

Woraus sich die Frage ableitet, ob es zum Reisen per Automobil hierzulande sinnvolle Alternativen gibt. Die Bahn beispielsweise? Bei der müssen wir statt mit Stau- mit Zugverspätungsstunden rechnen. Die summierten sich jüngst auf 125.000 pro Jahr. Auch keine angenehme Aussicht.

Und weitere Alternativen? Fliegen? Nun ja, von Berlin nach Hoyerswerda wäre das ziemlich schwierig – und davon ganz abgesehen: Auf den Anzeigetafeln der Flughäfen soll es oft so zugehen wie auf denen der Bahnhöfe.

Ihr Hans Eggert

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