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Eggerts Ostwind – Spiegelfechtereien

Zwei Fotos: Links in graubrauner Einfärbung eine ruinöse Hausfassade Marke DDR. Text: »Enteignung? Das Ergebnis kennen wir.« Rechts ein farbiges Neubau-Motiv. Text: »Wohnungen bauen! Nur das hilft.« Die CDU Sachsen bezieht damit Stellung im aktuellen Streit um die »Vergesellschaftung« von Wohnraum als vermeintliches Mittel gegen explodierende Mieten.

Bei Lichte besehen ist eine wie immer geartete Enteignung tatsächlich kein sinnvolles Mittel gegen unangemessene Mietsteigerungen – schließlich entstünde keine Wohnung zusätzlich. Auch soll hier nicht darum herumgeredet werden, welch böses Erbe die DDR-Baupolitik dort hinterlassen hat, wo keine Plattensiedlungen entstanden sind. Ja, und auch richtig ist: Die »Wende« von 1989/90 kam gerade noch rechtzeitig, um schöne alte Innenstädte zu retten. Doch bitte – diese Rettung haben Private ebenso bewerkstelligt wie Genossenschaften und kommunale Wohnungsgesellschaften.

Und auch dies sei noch angemerkt: Vor Jahren wurden viele »Platten« (mit viel Steuergeld) platt gemacht und obendrein der soziale Wohnungsbau stark ausgedünnt. Nun herrscht »am Markt« Wohnungsmangel, was die Mieten treibt. Dagegen muss die Politik endlich angehen. Ohne platte Spiegelfechtereien aller Art.

Ihr Hans Eggert

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