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Eggerts Ostwind – Sommer-Erlebnis

Der Mann, offensichtlich ein Rentner in guten Verhältnissen, hatte mich wohl beobachtet, als ich am Dresdner Neumarkt eine dieser, nun ja, ziemlich kühnen Fassaden-Kombinationen – Beton und dunkles Glas, daneben barocke Nachempfindung – fotografierte. »Nicht toll, was?!«, sagte er mit einem Anflug von Groll.

Ich beschloss, meine Meinung zurückzuhalten, um zu hören, was Dresden-Touristen so alles zu hören bekommen. Über Dresden. Von Dresdnern. Während wir die Frauenkirche umrundeten, hörte ich zunächst, dass »die Dresdner« um die »alte Anmutung« des Neumarktes gekämpft haben, dass sich aber – typisch Osten – immer wieder auch »Westdeutsche« durchgesetzt hätten, wie überhaupt sich ständig Leute »von woanders« in die Angelegenheiten der Stadt einmischen, Leute, die keine Ahnung haben von »unserer Seele«. Und obwohl er »nicht hin« gehe – wundern müsse man sich nicht, dass da montags immer gegen »das Fremde« demonstriert wird.

»Mmmm«, ließ ich mich nun doch vernehmen, »was ist denn das – ‚unsere Seele’?« Die Antwort kam umgehend: »Wissen sie, der Wiener hat den Walzer im Blut, der geborene Dresdner den Barock.« Sagte es und zeigte auf die Kunstakademie. Ein Lipsius-Bau. Nicht eben barock, aber gewaltig.

Ihr Hans Eggert

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Üben am Baumbiegesimulator

Hagenwerder. Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere Herausforderungen. Um gut für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, übten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren am vergangen Samstag (9. Februar) nach mehrjähriger Pause erstmalig wieder an einem Baumbiegesimulator. „Hier können alle Spannungen, Zug und Druck im Stamm simuliert werden“, erklärt der erste Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, Peter Seeliger, der als Hilfsausbilder bei der Schulung anwesend war. „Die Kameraden lernen in der Ausbildung, worauf sie unter diesen Umständen achten müssen und erlernen besondere Schnitttechniken.“ Damit die Schulung den neuen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entspricht, hat der Landkreis Görlitz eigens einen Baumbiegesimulator beschafft. Dieser war am Samstag erstmalig im Einsatz. Er ist auf einem Anhänger montiert und wird zukünftig bei der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Das Gerät steht fortan flächendeckend im gesamten Landkreis für Schulungen zur Verfügung. Bereits im Mai wird es einen weiteren Motorsägenlehrgang in Zittau geben. Insgesamt plant der Landkreis vier bis fünf Lehrgänge für jeweils zwölf Teilnehmer pro Jahr, um peu à peu dazu beizutragen, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Schulung für alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ermöglicht werden kann. An der jüngsten Schulung in Hagenwerder, die durch Christian Hanzig von der Berufsfeuerwehr Görlitz durchgeführt wurde, nahmen zwölf Feuerwehrleute teil. Die Ausbildung wird durch den Landkreis für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, damit diese bei Sturmschäden oder sonstigen Hilfeleistungen sowie auch bei Bränden die Motorkettensäge einsetzen dürfen. Neben den Übungen am Baumsimulator standen auch Baumfällungen und Entästungen auf dem Schulungsprogramm.Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere…

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