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Eggerts Ostwind – Schwarzrotgold

Nach einem Sommermärchen sieht die Sache diesmal noch nicht aus – aber es könnte ja noch werden. So wie 2006, als unsere Fußballer zwar nicht Weltmeister de facto, aber Weltmeister der Herzen wurden. Und Schwarzrotgold durchs Land wehte. Obwohl zuvor erwartungsgemäß politisch-ideologisch gedrechselte Warnungen vor der inflationären Verwendung der deutschen Farben ausgestoßen wurden: Ein neuer Nationalismus drohe und Abgrenzung und Ausgrenzung dazu.

Das Gegenteil trat damals ein. Schwarzrotgold wehte für weltoffene Lebensfreude.

Derzeit ist wohl eher eine Warnung davor angebracht, Schwarzrotgold einer Partei, der AfD, zu überlassen, die, mit Verlaub gesagt, bei allem medialen Getöse um sie herum nicht wirklich eine mehrheitsprägende ist: Als in Berlin rund 5.000 AfD-Anhänger zum Brandenburger Tor marschierten, waren die Gegendemonstranten eindeutig in der Mehrheit. Doch an schwarz-rot-goldenen Fähnchen mangelte es auf deren Seite. Die flatterten vor allem bei der AfD. So, als sei hier Deutschland versammelt. Dabei ging es vielen Gegendemonstranten gerade um dieses, um das einige, freie, demokratische Deutschland. Das andere nämlich fand, man erinnere sich, in der Geschichte meist unter Schwarz, Weiß und Rot statt.

Ihr Hans Eggert

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Anti-Drogen-Zug macht Station in Hradek

Zittau. Ein tschechisch-deutsches INTERREG Projekt hat es möglich gemacht, dass der Anti-Drogen-Zug „Revolution-Train“ aus Prag vom 21. bis 23. Juni nach erfolgreichen Tourneen in den Vorjahren in die Euroregion kommt. Leider ist es auf Grund der Bauarbeiten nicht gelungen, den Zug auf dem Bahnhof Zittau zu stationieren, so dass für die deutschen Besucher der Weg nach Hradek erforderlich wird. Der gesamte Vormittag und frühe Nachmittag ist für die Schüler der Zittauer Oberschulen reserviert. Ab 16.10 bis 17.50 Uhr werden im 20-Minuten-Rhythmus deutschsprachige Gruppenführungen für die Öffentlichkeit angeboten. Der Eintritt ist dank der Förderung kostenfrei. Der „Revolution Train“ ist ein multimedialer Ausstellungszug, der in interaktiver und neuartiger Form eine primärere Prävention ermöglicht. Durch die Aktivierung aller menschlichen Sinne mit der 5D-Methode ist es möglich, die Besucher sehr emotional anzusprechen und dessen Sicht auf legale und illegale Suchtmittel zu beeinflussen. Der Zug besteht aus sechs Wagons, vier davon werden vollständig für das Programm genutzt. Jeder der vier Wagen ist unterteilt in drei Bereiche: 1. Kinosaal mit Filmprojektion, 2. Diskussion mit Fachleuten, 3. Ausstellungsraum. Die Wagons wurden im Inneren zu multimedialen interaktiven Räumen umgebaut, in denen sich jeweils in dramatischer Form eine Geschichte über die Ursprünge, Entwicklung und Folgen einer Drogensucht abspielt. Die Besucher werden durch die interaktiven Technologien unmittelbar an der Geschichte beteiligt. Die Bereiche des Zuges stellen Szenen und Räume, wie Drogennest, Gefängnis, Untersuchungsraum einer Polizeistation, Entzugsanstalt und die Stätte eines Autounfalls dar, mit denen man im normalen Leben kaum konfrontiert wird. In diesen Räumen, die sich visuell, durch Geräuschkulisse, Temperatur oder Gerüche unterscheiden, spielt sich auf mehreren Ebenen eine Geschichte über die Ursprünge, Entwicklung und Folgen einer Drogensucht ab.  Ein tschechisch-deutsches INTERREG Projekt hat es möglich gemacht, dass der Anti-Drogen-Zug „Revolution-Train“ aus Prag vom 21. bis 23. Juni nach erfolgreichen Tourneen in den Vorjahren in die Euroregion kommt. Leider ist es auf Grund der Bauarbeiten…

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