gb

Eggerts Ostwind – Logik

Der nächste Winter steht vor der Tür, also denken wir mal wieder darüber nach, womit wir unsere Behausungen warm halten. Die berühmten Briketts aus der Niederlausitz? Die sind seit langem weitgehend vom Befeuerungsplan verschwunden. Und nach Heizöl riecht es auch nur noch selten in deutschen Kellern.

Erdgas dagegen hat Konjunktur. Das strömt lediglich aus wenigen deutschen Bohrlöchern, aber dafür – unter anderem – aus russischen. Mehrere Leitungen sorgen für den Transport aus dem tiefen Osten nach Mitteleuropa. Nur eine davon, »Nord Stream 1«, liegt auf dem Grund der Ostsee und befördert das Gas so auf direktem Wege ins deutsche Netz. Jetzt soll »Nord Stream 2« folgen. Wobei nicht klar ist, ob das wird. Die Ukraine und Polen protestieren gegen die neue Trasse. Der Grund: Es würde weniger Geld für durchgeleitetes Gas in deren Kassen fließen. Das hat seine Logik.

US-Präsident Donald Trump findet ebenfalls harsche Worte gegen »Nord Stream 2«: Deutschland mache sich damit »zum Gefangenen Russlands«. Das mutet rührend an. Wobei er dabei unbeachtet lässt, dass mehr als 70 Prozent der deutschen Öl- und Gasimporte n i c h t aus Russland stammen. Doch eben auch nicht aus den USA. So gesehen hat Trumps Protest ebenfalls seine Logik.

Ihr Hans Eggert

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Üben am Baumbiegesimulator

Hagenwerder. Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere Herausforderungen. Um gut für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, übten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren am vergangen Samstag (9. Februar) nach mehrjähriger Pause erstmalig wieder an einem Baumbiegesimulator. „Hier können alle Spannungen, Zug und Druck im Stamm simuliert werden“, erklärt der erste Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, Peter Seeliger, der als Hilfsausbilder bei der Schulung anwesend war. „Die Kameraden lernen in der Ausbildung, worauf sie unter diesen Umständen achten müssen und erlernen besondere Schnitttechniken.“ Damit die Schulung den neuen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entspricht, hat der Landkreis Görlitz eigens einen Baumbiegesimulator beschafft. Dieser war am Samstag erstmalig im Einsatz. Er ist auf einem Anhänger montiert und wird zukünftig bei der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Das Gerät steht fortan flächendeckend im gesamten Landkreis für Schulungen zur Verfügung. Bereits im Mai wird es einen weiteren Motorsägenlehrgang in Zittau geben. Insgesamt plant der Landkreis vier bis fünf Lehrgänge für jeweils zwölf Teilnehmer pro Jahr, um peu à peu dazu beizutragen, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Schulung für alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ermöglicht werden kann. An der jüngsten Schulung in Hagenwerder, die durch Christian Hanzig von der Berufsfeuerwehr Görlitz durchgeführt wurde, nahmen zwölf Feuerwehrleute teil. Die Ausbildung wird durch den Landkreis für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, damit diese bei Sturmschäden oder sonstigen Hilfeleistungen sowie auch bei Bränden die Motorkettensäge einsetzen dürfen. Neben den Übungen am Baumsimulator standen auch Baumfällungen und Entästungen auf dem Schulungsprogramm.Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere…

weiterlesen