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Eggerts Ostwind – Lächeln?

Tagelang sahen wir uns jüngst mit Nachrichten eingedeckt, wonach irgendwer in Internetportale von mehreren hundert Politikern und »Prominenten« eingedrungen sei und deren Daten offengelegt habe. Und dass das als ein schwerwiegender Angriff auf die Demokratie anzusehen wäre. Einschlägige Sicherheitsbehörden würden jedoch mit aller Kraft nach den Tätern suchen, wobei dieselben auch schon mal in finsteren internationalen Hackerorganisationen vermutet wurden.

Doch als endlich die Täterspur gefunden war, führte die nicht in ferne Länder. Als unbeteiligter Beobachter des Dramas war man deshalb geneigt, dies mit einem leicht ironischen Lächeln zu quittieren: Allein das fahndende »Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik« hat knapp 1.000 Mitarbeiter, das mitfahndende Bundeskriminalamt ist ebenfalls nicht dünn besetzt – und dann landet die Suche nach Tagen nicht etwa bei hackenden Russen oder Chinesen, sondern bei deutschen Freaks.

Doch darf darüber wirklich milde gelächelt werden? Man stelle sich vor, irgendwelche Spionage-Spezis würden nicht nur mitlesen, dass die Bundeswehrhubschrauber schwer hochkommen. Nein, die würden es darauf anlegen, hierzulande die Lichter ausgehen zu lassen. Dann wär's mit dem Lächeln aus.

Ihr Hans Eggert

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