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Eggerts Ostwind – Hambach

Man muss die Verteidiger des zu einiger Bekanntheit gekommenen Waldstücks namens Hambacher Forst nicht unbedingt sympathisch finden. Auch kann man die – manche sagen brachialen – Versuche der Polizei, dieses Waldstück von seinen Verteidigern zu befreien, als zwingende Folge rechtsstaatlicher Entscheidungen betrachten. Dennoch darf man die Hambacher Vorgänge kritisch betrachten. Und in diesem Zusammenhang durchaus fragen, ob die Wald-Befreier noch alle Tassen am rechten Fleck haben.

Da wäre die Staatsmacht. Die lässt die Polizei in den Wald einmarschieren und die Verteidiger von den Bäumen holen mit dem bestechenden Argument, sie hätten beim Bau ihrer Verteidigungsanlagen den Brandschutz nicht beachtet. Geht’s noch?

Und da wäre der Eigentümer des Forstes – der Energieriese RWE. Der besteht auf die Waldrodung, um den benachbarten Braunkohletagebau voran zu bringen. Und zwar mit dem ebenfalls bestechenden Argument, nur so sei Energiesicherheit zu gewährleisten. Und das, obwohl Deutschland vor allem bei Wind- und Sonnenwetter Energie nicht nur exportieren, sondern in der Nachbarschaft verschenken muss. Geht’s noch? Oder geht’s da etwa weniger um Deutschlands Energie-, sondern eher um die Profitsicherheit eines Konzerns?

Ihr Hans Eggert

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Ärzte musizieren gegen Corona

Dresden. Die 21-jährige Medizinstudentin und Hobby-Trompeterin Hanna Schneider kann es kaum erwarten: Monatelang waren alle Auftrittsmöglichkeiten ausgefallen, Proben mussten lange aussetzen. Deshalb freut sich Hanna nun umso mehr auf das Benefizkonzert der Bundesärztephilharmonie, das am 27. September, 18 Uhr, im Dresdner Kulturpalast stattfindet. Musik als Medizin in der Krise Die Bundesärztephilharmonie ist ein Projektorchester aus Medizinern, das sich einmal im Jahr zusammenfindet, um vor allem seltener gespielte Werke für große Orchesterbesetzungen einzustudieren. Bisher trat das Orchester immer in Hamburg auf, für dieses Jahr war erstmals ein großes Konzert im Dresdner Kulturpalast geplant. Corona machte dem einen Strich durch die Rechnung. Aber einfach verschieben, das kam für Dr. Michael Scheele, den Gründer der Bundesärztephilharmonie, nicht in Frage. »Mir ist es wichtig zu zeigen, dass Kultur und Musik auch in einer schweren Krise wichtig sind, um die Menschen aufzubauen. Als Mediziner sind wir zwar alle auch gerade an vielen anderen Stellen gefragt, aber um professionell arbeiten zu können, braucht es auch immer einen Ausgleich – deshalb spielen wir trotz Corona dieses Konzert«, so Dr. Scheele, der über viele Jahre als Gynäkologe in leitender Position in einem Hamburger Krankenhaus tätig war. Streng nach Corona-Regeln Kurzerhand wurde das Programm von einer großen auf eine kleinere Orchesterbesetzung zusammengestutzt, um den aktuellen Hygieneauflagen gerecht zu werden. Auf der Bühne finden knapp 50 Menschen Platz, im Publikum 800. Für Hanna Schneider ist diese kleine Besetzung mit großem Sicherheitsabstand zwischen den Musikern eine ganz besondere Herausforderung. »Da man vor allem über die Körpersprache kommuniziert und gemeinsam atmet, wird das Zusammenspiel deutlich schwerer«, erklärt sie. Neben Mozart, Milhaud, Ives und Beethoven steht an diesem Abend aber vor allem auch der Benefizgedanke im Vordergrund. Denn sämtliche Einnahmen des Konzertes kommen der weltweiten Corona-Nothilfe von arche noVa zu Gute. Tickets für das Benefizkonzert gibt es natürlich auch beim WochenKurier. Die 21-jährige Medizinstudentin und Hobby-Trompeterin Hanna Schneider kann es kaum erwarten: Monatelang waren alle Auftrittsmöglichkeiten ausgefallen, Proben mussten lange aussetzen. Deshalb freut sich Hanna nun umso mehr auf das Benefizkonzert der…

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