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Eggerts Ostwind – Alles hat ein Ende

Die Nachricht explodierte wie ein Silvesterknaller: An einem Sonntag im März 2020 wird, wie stets Punkt 18.50 Uhr, in der ARD die »Lindenstraße« starten – und nach 30 Minuten enden. Für immer. Mutter Beimer und deren Wegbegleiter hören nach dreieinhalb Jahrzehnten auf – oder besser: Die ARD-Programmierer haben ihnen den Stecker gezogen. Das Zuschauerinteresse, die Produktionskosten, die Sparzwänge. Weshalb dieses »Spiegelbild der Geschichte unserer Republik« künftig nicht mehr poliert werden könne. Rumms.

Damit nicht genug an traurigen Nachrichten aus dem Popkultur-Kosmos. Nur wenig später sorgte Heino für Aufregung: Im Dezember, pünktlich zu seinem 80. Geburtstag und zum aktuellen Weihnachtsgeschäft, kommt dessen 32. Album auf den Markt – mit dem unmissverständlichen Titel »… und Tschüss (das letzte Album)«.

»Na und?« werden da einige Heino-Verschmäher herummeckern, dann eben kein »Wir lagen vor Madagaskar« und keine schwarzbraune Haselnuss mehr. Denen sei zugerufen: Unterschätzt den Erkenntnisgewinn nicht, zu dem uns Heino und andere deutsche Popkultur-Schaffende immer wieder verhelfen. »Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei« sang beispielsweise Stephan Remmler schon 1986. Was ja wohl noch immer gilt.

Ihr Hans Eggert

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