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Betrug am Geldautomaten: Polizei fahndet nach vier Personen

Sachsen. Zwischen Mitte August und Ende Oktober haben Unbekannte in den Landkreisen Bautzen und Görlitz Geldautomaten so manipuliert, dass diese das vom Kunden abgehobene Geld nicht ausspuckten. Die Polizeidirektion Görlitz fahndet nun mit Bildern aus Überwachungskameras nach den Tätern.

Bei dem sogenannten „Cash-Trapping“ entfernen die Täter die Klappe des Geldausgabeschachts. Anschließend bringen sie eine mit Klebstoff versehene Blende an. Will nun ein Bankkunde Geld abheben, bleibt das Ausgabefach verschlossen. Die Banknoten gehen zurück in den Automaten. Dabei bleiben alle oder ein Teil der Scheine an dem Kleber hängen. Mit dieser Methode trieben Unbekannte in den vergangenen Wochen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen mehrfach ihr Unwesen.

Bekannte Fälle

Der Polizeidirektion sind derzeit 28 Fälle bekannt. Die Täter versuchten den Betrug demnach in den Orten Görlitz, Kodersdorf, Krauschwitz, Niesky, Reichenbach, Bautzen, Kubschütz, Obergurig, Großpostwitz, Doberschau-Gaußig und Hochkirch. Dabei waren die Täter bisher ausschließlich an Wochenenden aktiv. Insgesamt entstand ein Stehlschaden von 1.400 Euro. Hinzu summierte sich ein Sachschaden in Höhe von rund 4.000 Euro.

Wie soll ich mich als Bankkunde verhalten?

Zu erkennen ist die Masche der Täter an der aufgesetzten Blende. Diese ist allerdings nicht auf den ersten Blick zu entdecken. Die Polizei rät dabei zu erhöhter Aufmerksamkeit beim Abheben von Banknoten. Sollten Sie unsicher sein, brechen Sie den Vorgang ab. Sollten Ihnen Veränderungen am Geldausgabeschacht auffallen oder erhalten Sie keine Banknoten beim Abhebevorgang, verständigen Sie sofort die Polizei. Bleiben Sie in der Nähe, bringen Sie sich jedoch nicht selbst in Gefahr, denn die Täter kommen eventuell zurück, um ihre Beute abzuholen. Fassen Sie zudem die Blende nicht an. So bleiben mögliche Spuren erhalten. Sollte der Automat ihr Geld nicht ausgezahlt haben, wenden Sie sich im Nachgang auf jeden Fall an Ihr Geldinstitut.

Fahndung nach einer Frau und drei Männern

Das Kommissariat für Eigentum und Bandenkriminalität der Polizeidirektion Görlitz führt die Untersuchungen zu den besonders schweren Fällen des Diebstahls. Dabei konnten vier noch unbekannte Tatverdächtige ermittelt werden. Es handelt sich um eine Frau und drei Männer. Die Kriminalisten wenden sich mit Fotos (hier geht's zu den Bildern) der Überwachungskameras der Geldautomaten an die Öffentlichkeit und fragen:

  • Wer kennt die abgebildeten Personen?
  • Wer hat diese im Bereich von Geldinstituten gesehen?
  • Mit welchen Fahrzeugen waren sie unterwegs?
  • In welcher Sprache haben sie sich unterhalten?

Hinweise nimmt das Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz unter der Rufnummer 03581 - 468 100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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