Carola Pönisch

Azubi-Tickets, Obergrenzen und Schlichtungsstelle

Sachsen. Im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) ändert sich zum 1. August einiges - zur Freude der Fahrgäste jedoch nicht die Fahrpreise.

Wer ab 1. August eine Lehrausbildung beginnt und pendeln muss, kann sich freuen: Pünktlich zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres bietet der VVO das AzubiTicket Sachsen ab 48 Euro pro Monat an. Neu ist ebenfalls das SchülerFreizeitTicket für monatlich 10 Euro. Beide Tickets sind im Abo für mindestens 12 Monate erhältlich, personengebunden und gelten nur in Verbindung mit einer gültigen Kundenkarte.

Übergangstarif RiO

Für Pendler zwischen Riesa und Oschatz führen der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) und der VVO zum 1. August den neuen Übergangstarif RiO ein. Fahrgäste können dann mit nur einem Ticket die Busse der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) in der Tarifzone Riesa, den Regionalexpress RE 50 zwischen Nünchritz, Glaubitz, Riesa und Oschatz, die Regionalbahn RB 45 zwischen Stauchitz und Zeithain sowie die Döllnitzbahn und die Busse in der MDV-Tarifzone 127 nutzen. Angeboten wird der Übergangstarif für Einzelfahrten, Wochen- und Monatskarten sowie Monatsabos bei den beteiligten Verkehrsunternehmen.

Kundengarantien: Betrug vorbeuen

Die verschiedenen Mitgliedsunternehmen im Verkehrsverbund bieten mit der sogenannten »VVO Kundengarantie« Entschädigungstickets für selbst verursachte Verspätungen an. »Leider haben wir in den vergangenen Monaten feststellen müssen, dass sich einige Mitbürger Entschädigungen erschleichen, da sie nicht im Zug saßen oder ungültige Tickets vorlegten", erklärt Martin Haase, Tarifleiter im VVO. »Daher führen wir zum 1. August Obergrenzen ein und prüfen insbesondere digitale Tickets noch stärker als bisher.« Auch wird die Zahl der möglichen Entschädigungstickets pro Person auf zwei je Tag und zehn im Monat begrenzt.

Schlichtungsstellen für Personenverkehr

Zum 1. August treten zudem alle Verkehrsunternehmen im VVO der Schlichtungsstelle für den Öffentlichen Personenverkehr (söp) bei. Die »söp« ist von der Bundesregierung als Verbraucherschlichtungsstelle anerkannt und bei der EU notifiziert. Bekommen Fahrgäste zukünftig bei Beschwerden keine beziehungsweise keine zufriedenstellende Antwort, können sie sich an die söp wenden und ihre Rechte geltend machen. Das Schlichtungsverfahren ist kostenfrei.

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