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Ausgangsbeschränkungen im Freistaat

Sachsen. Verlassen des Hauses nur noch mit triftigen Gründen erlaubt

Die Staatsregierung trifft weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus in Sachsen. Der gemeinsame Krisenstab von Innen- und Sozialministerium hat heute in Abstimmung mit den kommunalen Landesverbänden eine weitere Allgemeinverfügung beschlossen.

Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Corona-Epidemie werden zur Umsetzung eines Kontaktverbotes Ausgangsbeschränkungen für die Bevölkerung in Kraft gesetzt. Dadurch soll der physische soziale Kontakt zwischen den Menschen auf ein absolutes Mindestmaß reduziert werden, um weitere Ansteckungen zu verhindern.

  • So ist das Verlassen der eigenen Wohnung oder des Hauses nur noch mit triftigen Gründen möglich. Dazu zählen unter anderem der Arbeitsweg sowie der Weg zur Kindernotbetreuung.
  • Wege zum Einkaufen bleiben weiterhin erlaubt, zudem Abhol- und Lieferdienste, auch im Rahmen von ehrenamtlicher Tätigkeit.
  • Weiter dürfen Bürgerinnen und Bürger das Haus für Arztbesuche und medizinische Behandlungen verlassen.
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft ist nur allein oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts in Gruppen von nicht mehr als fünf Personen erlaubt.
  • Auch zur unabdingbaren Versorgung von Haustieren darf die Wohnung verlassen werden.
  • Bis auf wenige Ausnahmen wird dagegen der Besuch in Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen, in Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen gänzlich untersagt.

Wer bei Kontrollen durch die Ordnungsbehörden auf der Straße angetroffen wird, muss die Gründe benennen, warum er sich außer Haus aufhält. Dies kann durch Vorlage einer Arbeitgeberbescheinigung, eines Betriebs- oder Dienstausweises oder durch mitgeführte Personaldokumente erfolgen. Die Polizei und die Ordnungsbehörden kontrollieren mit Augenmaß aber konsequent.

Auch beim begründeten Verlassen des Hauses ist jeder angehalten, die physischen sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen einzuhalten.

Die Allgemeinverfügung tritt am 23. März 2020, 0 Uhr in Kraft und gilt bis zum Ablauf des 5. April 2020, 24 Uhr.

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Eine Aktion für den guten Zweck

Cottbus. Sie ist dreifarbig, aus Glas und 30 Zentimeter hoch. Geschaffen wurde die »Lubina« (sorbisch: »die  Liebreizende«) im Jahr 2003 von der Glasgestaltungsmeisterin Beate Bolender aus Kasel-Golzig ganz in der Nähe von Golßen, wo bekanntlich die Spreewaldgurke immer Vorfahrt hat. Seitdem ist die »Lubina« der ständige Begleiter für das Filmfestival Cottbus. Über 65 Mal erhielten bisher die Schöpfer des besten Spielfilms, die besten Regisseure und die besten Schauspielerinnen und Schauspieler die gläserne Trophäe in der Cottbuser Stadthalle als höchste Ehrung eines Festival- Jahrgangs. Polnische Filmemacher konnten sich im Jahr 2017 sogar über alle vier »Liebreizenden« freuen, für den besten Film, die beste Regie sowie die besten weiblichen und männlichen Darsteller. Das war ein Novum in der langjährigen Geschichte des Mittel- und Osteuropäischen Filmfestivals. In diesem Jahr haben die Matadore des 30. Jubiläumsfestivals noch einen zusätzlichen Anreiz geschaffen. Erstmals werden auch die Festivalsieger in den Wettbewerben »Kurzfilm« und »U18 Jugendfilm« mit einer der begehrten »Lubinas « geehrt. Damit ist es aber noch nicht genug mit der »Gläsernen«. Jetzt hat das FilmFestival Cottbus (FFC) gemeinsam mit der »Galerie Brandenburg« und der »Galerie Fünf« die Lausitzer Künstlerinnen und Künstler zu einer ganz besonderen Kunstaktion aufgerufen. Unter dem Motto »LubinaLove« (»LubinaLiebe«) sollen sie die langjährige FFC-Preisskulptur auf ihre Art  künstlerisch interpretieren und würdigen. Gefragt sind dabei eigene Kunstformen, wie Skulpturen, klassische Malerei, Zeichnungen oder Fotografie. »Ziel ist es, die Bekanntheit der ›Lubina‹ als Festival-Ikone zu stärken und regionale Kunst zu förder«“, erklärte FFC-Manager Andreas Stein. Bisher haben bereits mehrere renommierte Kunstschaffende ihre Teilnahme signalisiert. Dazu gehören unter anderen die »Lubina«-Urheberin Beate Bolender, Günther Rechn, Dieter Zimmermann und Hans-Georg Wagner sowie Mona Höke, Rita Grafe, Eka Orba, Katrin Meißner und Kathrin Karras. Auch der Hamburger Künstler Nils Peters ist mit dabei. Die geschaffenen Kunstwerke werden vom 30. Oktober bis  21. November 2020 in der Galerie Brandenburg am Großenhainer Bahnhof in Cottbus ausgestellt.  Anschließend sollen sie verkauft werden. Die Erlöse kommen gleichermaßen den regionalen Künstlern und dem FilmFestival Cottbus 2021 zu gute.Sie ist dreifarbig, aus Glas und 30 Zentimeter hoch. Geschaffen wurde die »Lubina« (sorbisch: »die  Liebreizende«) im Jahr 2003 von der Glasgestaltungsmeisterin Beate Bolender aus Kasel-Golzig ganz in der Nähe von Golßen, wo bekanntlich die…

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