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3. Pieks: Welcher Impfstoff?

Sachsen. Nach Ansicht der Sächsichen Impfkomission (SIKO) muss bei der Auffrischungsimpfung nicht der gleiche Impfstoff wie bei der Grundimunisierung verwendet werden. Allerdings sollte immer mit einem mRNA-Impfstoff geboostert werden.

Wer bei seinen ersten beiden Impfungen beispielsweise Biontech verabreicht bekommen hat, braucht sich nicht zu sorgen, wenn für die dritte Impfung Moderna verwendet wird. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer heterologen Impfung. Wie die SIKO in einem aktuellen Positionspapier beschreibt, sei die Immunantwort dabei mindestens genauso gut wie bei einer homologen Boosterung (also Verwendung des gleichen Impfstoffs wie bei der Grundimmunisierung). Die SIKO bezieht sich dabei auf Daten der DMID 21-0012 Studiengruppe.

Allerdings sollte laut SIKO eine Booster-Impfung derzeit immer nur mit einem der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe (Biontech oder Moderna) erfolgen. Die Datenlage für die Immunogenität einer Auffrischungsimpfung mit Vektor-Impfstoffen (Astrazeneca) sei deutlich ungünstiger, hieß es. Die Ständige Impfkommission wiederum empfiehlt für Personen im Alter unter 30 Jahren sowohl für die Grundimmunisierung als auch für die Auffrischung ausschließlich Comirnaty (Biontech) zu verwenden. Grund sind seltene Fälle von Herzmuskelentzündungen bei jungen Männern nach einer Impfung mit Moderna.

Wer nach seiner Grundimmunisierung an Covid-19 erkrankt ist, braucht vorerst keine Booster-Impfung. "Grob vereinfachend kann gesagt werden, dass eine nachgewiesene Infektion eine Impfdosis ersetzt", teilte die SIKO mit.

 

 

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